PSA und FCA führen Fusionsgespräche

  • Wenn es nun tatsächlich so kommt: auf die italienisch-französische Freundschaft! Forza Italia, Vive la France!

    Nach allem was ich gelesen habe, scheint mir das eine gute, vernünftige Sache zu sein.


    Aber lasst Alfa um Gottes willen den gerade erst wiedererkämpften Heckantrieb!

  • Klar, für die Shareholder, für niemand anderen sonst.

    Arbeitstellen werden abgebaut usw. usf. warte es nur ab.

    Die ganze Autoindustrie hat ihren Zenit überschritten. Es wird so oder so zu massiven Stellenabbau kommen. Hier in D gehen ja schon Reihenweise die Zulieferer zu Grunde, die ausschließlich auf Teile für Verbrenner spezialisiert waren. Das Auto hat auch bei den jüngeren Generationen den Nimbus als Statussymbol verloren. Viele in meinem Bekanntenkreis haben schon gar kein Auto mehr. Darunter eine Mutti mit 2 Kiddies.

    D kann sich meiner Meinung nach nicht mehr diese als Unternehmen getarnten Politikbetriebe leisten, da diese an ihren inneren Wiederständen nicht zu richtiger Innovation mehr fähig sind.

    Ich begrüße die Fusion, da der PSA Chef schon vieles richtig gemacht hat. Davon wird hoffentlich die italienische Seite profitieren und Europa wächst wenigstens an dieser Stelle mehr zusammen.

  • Ich sehe das mit gemischten Gefühlen...:kopfkratz:


    Die meisten Fusionen haben bisher nur dazu geführt, dass anschließend ein noch größerer Konzern ins Trudeln gerät. Zum Teil auch durch interne Reibereien und Rivalität begründet.

    Mit noch größerer Sorge sehe ich den Größenwahn einiger Zulieferer.

    z.B. Conti hätte am Liebsten schon vor Jahren sein Kerngeschäft (Reifen?:kopfkratz:) abgestoßen und sich nur noch als Komponentenzulieferer..:fail: verstanden. Das Reifengeschäft hat man sich relativ kampflos abnehmen lassen.

    Reifen werden aber so ziemlich das Letzte sein, auf das der Straßenverkehr verzichten kann...:fail:


    Da gibt es -zig Beispiele, bei denen die Strategen nicht bis zu Ende gedacht haben, auch weil es dem kurzfristigen Gewinnstreben nicht zuträglich ist.

  • Die Automobilindustrie mit den Fahrzeugen so wie wir sie kennen ist eh ein Auslaufmodell- Natürlich wird es weiterhin Verbrenner geben, nur in einem kleineren Umfang. D.h. natürlich auch, dass einige, viele Arbeitsplätze, in allen Bereichen, wegfallen werden. Dazu kommt, es wurde hier schon angedeutet, dass ein Großteil der jüngeren Generation auf ein Auto verzichten werden, es bereits tun, da sie nicht bereit sind dafür Geld auszugeben bzw. darauf nicht mehr angewiesen sind. Auch die Debatte bzgl. des Klimas hat einen entschiedenen Anteil daran. Die Art und Weise wie wir uns in Zukunft unser mobiles Leben einrichten, steht auf einer bisher nicht gekannten Aussichtsplattform. Der Horizont zeigt uns zwar mehrere Möglichkeiten, nur weiß keiner so recht was nun der richtige Weg ist.

    :bäh:Gruß Christof :uw1:

  • Georg, ich sag mal so (eine selten blöde Aussage!), die Erfinder der Großstadtblase, die gibt es in Berlin haufenweise, diese Fachstrategen, sind der geistig bleiernden Überzeugung sie geben den Ton an und die Deppen in der Fläche werden ihnen folgen, da mach die aber so :denken:. Besonders schlimm und gravierend sind die in die Städte zugezogenen Dorfdeppen, die dort den Großkotz und aufgeklärten Spezie spielen und allen anderen Zeitgenossen meinen den Weg erklären zu müssen. Es ist immer wieder erfrischend wenn ein zugezogener, mentalunterbelichteter Feldkrumenvertreter den in der Stadt aufgewachsenen Zeitgenossen erklären will was er zu tun und zu lassen hat, bzw. wie er sich fortzubewegen hat. Da mach ich dann so :bäh:

    :bäh:Gruß Christof :uw1:

  • Eddy, es wird den Verbrenner als Hybrid geben, den Normalverbrenner, den Diesel und Batterie und, und , und.Es wird vermutlich auch nicht der letzte Entwicklungsschritt sein den die Verbrenner hinter sich haben. Mein Gott, Technik, Forschung, Entwicklung ist ein stetiger Prozess der immer wieder fordert, sich neu aufstellt und einem stetigen Wandel unterworfen ist und bleibt. Es gibt hier keinen Stillstand.

    :bäh:Gruß Christof :uw1:

  • Hatte ich schon in Berlin. Alles problemlos mit Bus und Bahn zu erledigen...:like:....Auto stand ne Woche lang in der TG und ich hatte keinerlei Bedürfnis, den Hobel da zu bewegen....:like:

    Dann abends die Diskussion mit den Oberschlauen..."Du kannst doch locker mit dem ICE nach Hause fahren, wozu noch ein Auto??!!"


    Antwort:

    "Klar, komme dann gegen Mitternacht (vielleicht) in Duisburg an.....und lege mich dort irgendwo unter die Brücke zum Pennen, weil weiter geht's erst am nächsten Morgen....:wand:"

  • Hatte ich schon in Berlin. Alles problemlos mit Bus und Bahn zu erledigen...:like:....Auto stand ne Woche lang in der TG und ich hatte keinerlei Bedürfnis, den Hobel da zu bewegen....:like:

    Dann abends die Diskussion mit den Oberschlauen..."Du kannst doch locker mit dem ICE nach Hause fahren, wozu noch ein Auto??!!"


    Antwort:

    "Klar, komme dann gegen Mitternacht (vielleicht) in Duisburg an.....und lege mich dort irgendwo unter die Brücke zum Pennen, weil weiter geht's erst am nächsten Morgen....:wand:"

    Es hapert am Angebot. Wäre die Möglichkeit gegeben, würden wohl viel mehr Leute ihr Auto abschaffen. Würde bei mir alle 30 min. ein Zug Richtung Arbeit fahren, würde ich mir sofort die nervige Fahrerei mit dem Auto sparen! Durch ein subventioniertes Abomodell für den ÖPNV würde ich dazu noch einiges an Geld sparen.

  • Georg, das ist ja meine Intention, das in den Zusammenhang mit den Gegebenheiten zum Ausdruck zu bringen. Natürlich bin ich in Berlin auch zu Terminen in der Stadt, wohnten zum Schluss am westlichen Berliner Rand, mit der BVG etc. gefahren, mit dem Auto war es sinnlos und nervend. Nur hier? Mein Gott, wenn ich hier zum Arzt muss oder dergleichen und hab den Termin um 10, nehme ich den Bus um halb neun und fahre 20 Minuten und warte den Rest, nö nich. :cry:

    :bäh:Gruß Christof :uw1:

  • Es hapert am Angebot. Wäre die Möglichkeit gegeben, würden wohl viel mehr Leute ihr Auto abschaffen. Würde bei mir alle 30 min. ein Zug Richtung Arbeit fahren, würde ich mir sofort die nervige Fahrerei mit dem Auto sparen! Durch ein subventioniertes Abomodell für den ÖPNV würde ich dazu noch einiges an Geld sparen.

    Da kannst du mal sehen, was ich ein Glück habe, mein Bus bringt mit absolut stressfrei von der Haustür zur Firma.

    Dauert genauso lang und kosten weniger als die Hälfte im Monat.

    Wenn der Bus aber nicht so perfekt fahren würde, wäre ich wohl auch mit dem Auto auf Tour.

    "You can't be a true petrolhead until you've owned an Alfa Romeo"

    Jeremy Clarkson

  • Die FCA-Gruppe hat laut Jahresbericht 2018 ein Ebit von 4 Mrd erwirtschaftet (Alfa hat mal 1 Mrd. wieder versenkt) In der EU wurden ca. 1 Mio Autos verkauft und über 250.000 Transporter.

    Nimmt man das für 2020 an, dann wird es bald teuer. Die Überschreitung des Flottenverbrauch-Grenzwerts von 95g kostet mal eben knapp 100€ Strafe pro Gramm und Fahrzeug. Bei 10g über die Flotte sind das mal eben 1,2 Mrd.

    Darum suchen die ja einen Hersteller mit „geringem“ CO2 Ausstoß in der Flotte. Die Aktionäre hängen den CEO sofort auf wenn er jedes Jahr zusätzlich über 1Mrd + x hinausblässt. Strafen wirken sich ja nicht mal Steuermindern aus.

    Eine Fusion wird den Zahlen helfen aber vermutlich nicht ALFA. Viele Aktionäre wollen ALFA mit an MM hängen und Kohle sehen. Die verkaufszahlen liegen bei 20% des Versprochenen für 2020. So lang haben die Aktionäre 2010 zugestimmt. Mal sehen ob es dann wie bei Lancia wird. Ich hoffe nicht.

  • Ich hoffe wegen der Fusion wird der Tonale nicht in der Mülltonne landen (ist eigentlich schon zu spät um das Projekt zu beenden aber wer weiss...).

    Das hofft meine Frau auch .:joint:

  • Meine bescheidene Meinung zu diesem durchaus relevanten Thema:

    Die EU stellt strenge Emissionsvorgaben, daher wird kein Autofabrikant ohne Elektromobilität auskommen. Aber: 1) Weder die Menschen (abgesehen von den Jungen in den Grossstädten) noch die Hersteller wollen Elektroautos bzw. diese sind gar nicht für diese Zielgruppe geeignet (Reichweite, Abhängigkeit von fremden (asiatischen) Batterieherstellern), sondern lieber einen schicken SUV. 2) Die CO2-Bilanz eines Elektroautos incl. Herstellung ist derzeit so miserabel, dass dies kein wirkliches Argument für ein Elektroauto ist. 3) Wird elektrischer Strom bei erheblichem Mehrbedarf sicherlich wesentlich teurer, möglicherweise ist der gesteigerte Strombedarf überhaupt nicht so leicht zu decken (ohne Atom und Kohle... ;)).

    Was wird also passieren: Die Politker werden sagen, sie hätten die Elektromobilität durchgesetzt (der jungen Wählerschaft wegen... ;)), die Automobilindistrie wird Elektroautos auf den Markt bringen (der EU-CO2-Vorgaben wegen), aber alle werden überwiegend, weil sie müssen (Reichweite) oder weil sie wollen (PS, grosse Karosse), weiter ein Auto mit Verbrennungsmotor fahren. Somit ist allen gedient, heile Weilt, alle zufrieden. Es wird also weiterhin alle Antriebskonzepte geben, der Verbrennungsmotor ist sicherlich noch lange nicht ausgestorben.

    Für PSA und FCA zählt alleine das komplette Produktportfolio und das Einsparungspotenzial durch gemeinsame Plattformen und Synergismen. Für Alfa ist das, wenn es gut läuft, eher eine Chance, glaube ich. Keiner wird diese Marke leichtfertig aufs Spiel setzen, die möchte bzw. mochte jeder haben. Und wenn es richtig gut läuft, bestünde sogar die Chance für gewisse Extravaganzen. Mit welcher Marke sonst sollte PSA/FCA denn renommieren?

    • Offizieller Beitrag

    Was ich nur an der heftigen Diskussion nicht ganz verstehe ?


    Das der größte Produzent von Elektromobilen (China) von unseren kleinen Deutschland beeinflussen lassen soll ??


    Ich halte die Akkutechnik auch für den falschen Weg und wir wissen doch alle Maßnahmen (Dieselsubvention, Abwrackprämie , usw.) waren immer nur

    Wirtschaftförderungen unter dem Deckmantel des Umweltschutzes.

  • Genau, die Politik ordnet ihre Handlungsweise nur der Wählerschaft unter und versucht, der Industrie freie Hand zu lassen. Kosten spielen dann keine Rolle, wenn sie der Bürger (Subventionen) bezahlt... dafür darf der weiter seinen geliebten SUV fahren... alles Scheingefechte