Alfa Romeo 145 powered by Busso V6

  • Auch der zweite Tag vom Trackwochenende ist nun leider schon wieder vorbei. Heute gab es keine weiteren Zwischenfälle oder Ausrutscher ins Kies. Und dank der von Stint zu Stint immer geringer werdenden Anzahl an Autos auf dem Kringel konnten wir die Bellas ordentlich fliegen lassen.


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    Die Bella hat sich ordentlich geschlagen. Keinerlei Ölverbrauch, kein Kühlmittelverlust und die Kühlwassertemperatur war laut Anzeige bei 90°C festgetackert. Dafür hat sie den 102er mit Liebe verbrannt und ein bisschen Gummi auf dem Track gelassen.


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    Am Ende sind wir wieder gut zu Hause angekommen und hatten wieder einmal ein fantastisches Wochenende. Besonderer Dank an Team Salagne für den Spaß auf und neben der Strecke :danke: .


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    Abschließend - dank des 75er im Nacken ^^ - gibt's noch bewegte Bilder vom Abflug ins Kiesbett mit tollem Motorensound.


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    Bis zum nächsten Event :AlfaFahne:.




    „Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat, es aufzuschließen.“ (Walter Röhrl)

  • Wie bereits erwähnt, hatte ich während der Winterpause den Zahnriemenwechsel vollzogen. Und da sich die Bella am Wochenende ohne technische Komplikationen auf dem Track geschlagen hat, scheint dieser inkl. weiterer Arbeiten erfolgreich gewesen zu sein. Deshalb hier ein Einblick in meinen ersten Zahnriemenwechsel mit allen "Höhen" und "Tiefen".


    Da es mein allererster Zahnriemenwechsel überhaupt war - noch dazu am Busso - hatte ich mir vorab alle möglichen Anleitungen und Videos aus dem Netz zusammengesucht sowie das offizielle Werkstatthandbuch durchforstet. Auch hier im Forum hatte ich die eine oder andere zusätzliche Frage eingestellt. Auf Grundlage dieser Quellen hatte ich mir dann ein HtD zusammengeklöppelt.


    Grundsätzlich ist es - wie einige hier im Forum ja auch schon geschrieben haben - keine Raketenwissenschaft. Allerdings ist es aufgrund der Platzverhältnisse nicht verkehrt sich zwei Abende bei einem Geburtshelferkurs einzuschreiben.


    Das Aus- und Wegbauen der einzelnen Komponenten wie z.B. Ansaugtrakt, Zündspulendeckel, Kabelbäume und auch Rippenriementrieb war noch recht unspektakulär.

    Bescheidener wurde es dann bei der Wasserpumpe als mir eine der zwölf Schrauben abriss..."erster Schockmoment". Gott sei Dank riss die Schraube nicht am Motorblock ab sonder direkt hinter dem Schraubenkopf. Also vielleicht noch eine Chance mit Rostlöser und einer Gripzange den Gewinderest rauszudrehen. Der Versuch blieb allerdings ohne Erfolg. Stattdessen wurde das äußere Gewinde nur rundgelutscht. Ein Ausbohren war aufgrund der Platzverhältnisse nicht drin, etwas anschweißen fiel aus selbigem Grunde und fehlender Fähigkeiten ebenfalls aus und ein Motorausbau war zeitlich betrachtet keine Alternative. Dann war die Idee gebohren, den letzten Rest vom Gewindestummel irgendwie zu verlängern. Nach kurzer Recherche bin ich auf Gewindeadapter mit M5 Innen- und M8 Aussengewinde gestoßen. Damit hatte ich die Hoffnung die Wasserpumpe an der betreffenden Stelle doch noch festzuschrauben.


    Gewindeadapter...

    Gewindeadapter.jpg


    Also auf den rundgelutschten Gewindestummel ein M5 Gewinde geschnitten, einen Gewindeadapter aufgeschraubt und die Wasserpumpe an dem betreffenden Loch auf 8 mm aufgebohrt.

    WaPu Gewindeadapter.jpg


    Nun wird die Wasserpumpe an dieser Stelle durch eine Mutter festgehalten.

    WaPu Gewindeadapter 2.jpg


    Den zweiten "Schockmoment" hatte ich nach Rückbau der Nockenwellenarretierungsböcke. Nachdem ich den ersten gelöst hatte, nahm ich einen leichten Span im Gewinde wahr. Bei genauerer Inspektion stellte sich heraus, dass die "Spezialschrauben" die den Nockenwellenarretierböcken im Kit beilagen leider nicht passend zu den originalen Schrauben waren. Hier gilt mal wieder...Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Die originalen Schrauben sind M8x1,25 mm. Die beigelegten "Spezialschrauben" waren nur M7x1,0 mm. Glück im Unglück war, dass die Schrauben vom Gewinde kleiner ausfielen und diese die Originalgewinde scheinbar nicht allzusehr in Mitleidenschaft gezogen hatten. Nachdem ich alle betreffenden Gewinde nochmal passend nachgeschnitten hatte, konnten auch alle Schrauben mit dem korrekten Drehmoment angezogen werden.


    Das nächste Highlight kam dann beim Wiedereinbau der Ansaugbrücke. Hier stellte ich fest, dass einer der zwei Dämpfungsgummis (zwischen Ventildeckel und Ansaugbrücke) stiften gegangen sein musste. Er war weg. Besser gesagt er war vermutlich nicht weg, sondern nur woanders, wie immer. Nur wo? Garage abgesucht, Arbeitstisch abgesucht und nochmal Fotos vom Einbau angesehen um sicherzustellen, dass er überhaupt mal da war. Ergebnis: Ja, ich hatte ihn ursprünglich mal verbaut.


    Beide Dämpfungsgummis an Ort und Stelle...

    Dämpfungsgummis.jpg


    Dann die Fotos vom Ausbau im Zuge des Zahnriemenwechsels angesehen und siehe da, der Kollege fehlte schon direkt nach dem Ausbau bevor irgendwelche weiterführenden Arbeiten am Ventildeckel vorgenommen wurden


    Wimmelbild "Suche den Dämpfungsgummi"

    Dämpfungsgummisuche Teil 1.jpg


    Die Vergrößerung offerierte dann die Abwesenheit...grüner Kreis: vorhanden, roter Kreis: stiften gegangen

    Dämpfungsgummisuche Teil 2.jpg


    Also blieb für mich die einzig logische Konsequenz - da er vermutlich nicht verdampft sein konnte - dass er noch im Motorraum zu finden sein sollte. Meine erste Überlegung war, dass er beim Abnehmen der Ansaugbrücke noch an selbiger "klebte" aber dann beim weiteren Ausbau hinter den Motor gefallen sein könnte. Es hat eine Weile gedauert, aber Dank einer Endoskopkamera habe ich den Flüchtigen dann oberhalb des hinteren Abgaskrümmers ausfindig machen können. Er hatte sich genau an der Stelle versteckt, wo die drei Einzelrohre zusammenlaufen. Das hätte beim ersten Testlauf vermutlich ordentlich gequalmt und gestunken.


    Der Flüchtige...

    Flüchtiger.jpg


    Beim Einbau des neuen Rippemriemenkits folgte die nächste Überraschung. Obwohl laut Bezeichnung das identische Kit vom letzten Rippenriemenwechsel geordert wurde, entpuppte sich der Inhalt als nicht passend. Das stellte ich allerdings erst fest, als ich versuchte den Rippenriemen aufzulegen und dieser ums Verrecken nicht über die Rollen wollte. Ein kurzer Blick auf den Riemen offerierte dann, dass dieser 30 mm kürzer ausfiel als vorgesehen (1965 mm statt 1995 mm).


    falscher Rippenriemen...

    falscher Rippenriemen.jpg


    Jetzt war mir auch klar, warum die Rolle des beigelegten Riemenspanners im Durchmesser kleiner ausfiel als das Original. Vorab musste ich schon den Riemenspanner anpassen, da dieser auch nicht passend war. Die Rolle des Riemenspanners fluchtete in keinster Weise mit den anderen Rollen. Wer weiß was der Teilehändler da in die Kiste gepackt hatte :kopfkratz: . Also alten Spanner mit neuer Rolle versehen und eine ursprünglich große Umlenkrolle gegen eine kleine ersetzt. Nun passte auch der kürzere Riemen.

    Da das aber nicht das Gelbe vom Ei ist, habe ich mir nachträglich noch ein "Rippenriemenkit" zusammengestellt. Allerdings diesmal die jeweiligen Einzelkomponenten um sicher zu gehen, dass ich die korrekten Teile habe. Ausserdem musste ich feststellen, dass das komplette Kit nicht wirklich zu bekommen ist.


    Einzelteile des Rippenriemenkits...

    Rippenriemenkit.jpg


    Den dritten "Schockmoment" hatte ich dann beim ersten Startversuch als die Bella sehr zäh und widerwillig ansprang und als sie dann etwas unrund lief beim Gasgeben sofort ausging. Aber dieses Problem hatte ich ja schon in Beitrag #515 thematisiert und konnte relativ schnell gefixt werden.


    Wer sich jetzt so tapfer durch den vielen Text gequält hat bekommt am Ende noch mein HtD für den Zahnriemenwechsel. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen bei seinem Vorhaben und nimmt vielleicht auch den anfänglichen Schrecken vor einem Zahnriemenwechsel.

    Sollte jemandem beim Durchstöbern des HtD - trotz mehrfachem Korrekturlesen meinerseits - ein Fehler auffallen, bitte dieses hier kundtun... :danke: .

    Hinweise zum HtD:

    - Die Angaben vorn/hinten u. links/rechts sind bezogen auf die Fahrtrichtung, d.h. links = Fahrerseite

    - Bei der Bella war ein Ausbau oder Kippen des Motors nicht erforderlich. Das kann aufgrund der Platzverhältnisse natürlich von Fahrzeug zu Fahrzeug anders ausfallen.

    - Es gibt bestimmt auch Punkte die spezifisch für die Bella sind und vielleicht auf andere Fahrzeuge nicht zutreffen (z.B. Befestigung Abdeckung Rippenriemen, Masseanschlüsse oder Stichwort: Platzverhältnisse)

    -Das HtD bezieht sich auf den 3.0 V6 24V (AR16102, GTV CF1) kann vermutlich aber auch im Grundsatz auf den 2.5er oder 3.2er angewandt werden.


    HtD Zahnriemenwechsel 3.0 V6 24V (AR16102).pdf




    „Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat, es aufzuschließen.“ (Walter Röhrl)

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    Dann findet man es später auch schneller wieder. :AlfaFahne:

    Jawohl König :uw1: ... :joint: .




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