2.0 JTS Motor Vor- und Nachteile

  • Herzlichen Glückwunsch Jürgen,

    bis auf den Lack hört sich das ja schon mal prima an und auch mit den Erklärungen über die Vorbesitzer passt das doch 👍


    Viel Spaß damit und gerne mal paar Bilder einstellen 🙂

    LG

    Daniel

  • Also bei meinem wurden alle vier Einspritzdüsen erneuert ( = Hochdruckinjektoren )

    Preis bei Alfa über 2k...


    Bilder kommen dann in einem neuen Beitrag, aber wahrscheinlich erst nächste Woche.

    Termine bei der Zulassungsstelle zu bekommen ist hier chaotisch !


    Kann ihn also erst dann abholen...


    Jürgen

  • Hab ich jetzt was verpasst? die Hochdruckinjektoren und die Ventile sind zwei unterschiedliche paar Schuh?

    Wir haben im Benzinbereich eigentlich immer von Einspritzventilen gesprochen (vielleicht historisch gewachsen),

    nicht von Injektoren, das waren die Kollegen vom Diesel.


    Hochdruckeinspritzventile der ersten Generation waren Drallventile und wurden später durch Mehrlochventile ersetzt.

  • Wie macht sich eigentlich der 2.2 JTS in den 939ern? Hat der genug Power für das hohe Gewicht? :kopfkratz:

    das ist übrigens ein komplett anderer Motor, der hat mit dem 2.0 JTS außer er Bezeichnung "JTS" gar nichts zu tun. Aber das beantwortet Deine Frage natürlich nicht...

  • Ich habe ebenfalls einen Spider 2.0 JTS mit ähnlicher Laufleistung, auch mit vielen Vorbesitzern (aber ähnlich wie bei Dir, teilweise nur "Änderungen am Papier". Das Wichtigste wurde schon gesschrieben - niemals E10 tanken (wenns 1 x passiert - kein Beinbruch).
    10W60 verwenden, Kerzen/Spulen würd´ ich gleich mal alle erneuern und die noch guten Spulen beiseite legen, Zündspulen von Bosch kaufen!

    Wichtig auch: Ansaugschlauch auf Dichtheit prüfen, vor allen auf der Unterseite zwischen den Dehnungsrillen, hier bilden sich unbemerkt Risse.
    Vielleicht auch den Luftmengenmesser gleich erneuern, dann hast Du von dieser Seite her schon mal alles gemacht - das geht alles locker in Eigenregie!

    Originale Ansaugschläuche sind kaum zu bekommen und wenn, dann sind sie alt und bekommen bald wieder Risse.

    Es gibt aber Nachbauteile aus Silikon, google mal nach "Turborury"

    Sorgfältig warmfahren, regelmäßig Ölstand kontrollieren, ev. mitdokumentieren wie viel Du nachfüllst - dann bekommst Du ein Gefühl dafür, die meisten brauchen Öl. 1 x Jährlich Öl+Filter wechseln, ZR Intervall einhalten!

    Und: wenn er im Leerlauf hin und wieder leicht "zuckt" - das ist eine unbedenkliche Eigenschaft des JTS!

    Zum Spider als Spaßauto passt der JTS meiner Meinung nach gut, TS-Sound ist besser, der JTS geht bei niedrigeren Drehzahlen etwas besser, hört sich unspektakulärer an - trägt auch dazu bei, dass man denken könnte, der TS würde viel besser gehen.

    Leistungsmäßig ist sicher kein großer Sprung, wenn überhaupt. Im Alltagsauto würde ich den 2.0 JTS eher nicht bevorzugen, im Spider ist aber alles Gut!

    Lambdasonden: diese haben gerne Kontaktprobleme im Bereich der Steckverbindungen - die kann man öffnen, sorgfältig reinigen und die Kontakte mit Gefühl nachbiegen!

    Einmal editiert, zuletzt von tom210675 ()

  • Der 2,0 JTS basierte noch auf dem Alfa TS Motor.

    Der 2,2 JTS basierte auf einem GM/Opel Motor.

    Es ist bereits die 2. Generation der Bosch Direkteinspritzung verbaut, die E10 beständig ist.

    Soweit ich mich erinnere sind auch bereits Mehrloch-Einspritzventile verbaut, die weniger anfällig für Verkokung sind.

  • Salve Alfons Romeo, zu deiner Frage, zum cruisen reichts, aber sonst? Meine Frau hatte damals ne 159er Limo mit dem 2,2, war nach nem Jahr wieder weg, lahm, dafür gesoffen wie ein Loch. Mein damaliger 164er, mit ähnlicher Leistung war dagegen wie ne Rakete und hat 3-4 Liter weniger verbraucht.

  • Den 2,2 JTS habe ich ja aktuell im Brera und 159iger, die sind an sich problemlose Motoren auf Basis des 2,2 direct Opel Motor. Die Steuerketten sind unterdimensioniert und gerne nach 80-100tkm fällig, also ähnlich eines Zahnriemens, nur nicht wie bei diesem altersabhängig. Verbrauch bekomme ich langsam gefahren auch mal 8,5 Liter hin, nach oben hin ist so ziemlich alles offen...

    Er lässt sich ziemlich schaltfaul fahren, was ich sehr angenehm finde, ist aber Geschmacksache.


    Wobei ich überall lese, der 2,2 JTS ist auch nicht E10 tauglich.


    Christopher : Bist Du Dir mit E10 da wirklich sicher? Wäre ja klasse...

    LG

    Daniel

  • Bzgl. E10.

    Ist halt lange her. Soweit ich mich erinnere hatten wir beim 2,2 JTS kein Aluminium mehr in den Einspritzkomponenten verwendet.

    Guck mal in deinen Motorraum, wenn da noch Alu im Hochdruckbereich (Rail, Pumpe) verwendet wurde, hat zumindest Bosch das System nicht für E10 freigegeben.

    Wenn kein Alu, würde ich persönlich E10 fahren, zumindest, wenn es auf Urlaubstour nichts anderes gibt, so schnell passiert da nichts.

    E10 wurde ja auch erst 2010 in D eingeführt, Bosch-intern haben wir aber schon Jahre vorher mit E10 erprobt.


    Auch ein 2,0 JTS geht mit E10 nicht sofort kaputt, aber wir haben es damals in internen Erprobungen geschafft und deshalb nicht frei gegeben.


    Ansonsten würde ich grundsätzlich kein Liebhaberfahrzeug mit E10 im Tank überwintern, auch wenn es eine Herstellerfreigabe gibt.

  • Offiziell gibts für den 2.2JTS keine Freigabe, weil die Einspritzpumpe das angeblich nicht kann. Der 3.2 darf sogar offiziell.

    Ja, genau, wobei bei den Verbrauchswerten beim 3,2er kommt es auf die paar Cent Ersparnis beim E10 auch nicht mehr an 😂😂😂

    LG

    Daniel

  • Ja, genau, wobei bei den Verbrauchswerten beim 3,2er kommt es auf die paar Cent Ersparnis beim E10 auch nicht mehr an 😂😂😂

    Da E10 durch den Alk auch ohne weitere Additive klopffester ist als E5 und eine höhere Flammgeschwindigkeit hat, dürfte es durchaus Vorteile bringen.

    Im TS ging es besser als Super95. Zumindest was das Super aus dt.Tankstellen an ging.


    Und gerade beim Durst vom V6 bringt es eine Einsparung.

    Hier wird Benzin noch mit Liebe verbrannt.

    159 2.2JTS 902476.png

  • Da E10 durch den Alk auch ohne weitere Additive klopffester ist als E5 und eine höhere Flammgeschwindigkeit hat, dürfte es durchaus Vorteile bringen.

    Im TS ging es besser als Super95. Zumindest was das Super aus dt.Tankstellen an ging.


    Und gerade beim Durst vom V6 bringt es eine Einsparung.

    Bioethanol hat tatsächlich eine sehr hohe Klopffestigkeit.

    Dennoch haben E5 und E10 im Handel eine Klopffestigkeit von 95 ROZ, soweit ich weiß, mischen die Raffinerien das so hin,

    Die Energiedichte von E10 ist aber geringer, daher hat man einen Mehrverbrauch.


    Bioethanol ist hygroskopisch und bei längerer Lagerung entsteht durch Oxydation Ameisensäure, daher mein Hinweis, weiter oben, ein Fahrzeug mit E10 im Tank nicht zu lange stehen zu lassen.

    Lagerung unter Luftabschluss und geringe Temperaturen verzögern den Effekt.

  • Offiziell gibts für den 2.2JTS keine Freigabe, weil die Einspritzpumpe das angeblich nicht kann. Der 3.2 darf sogar offiziell.

    Wie gesagt, lange her.

    Bin mir aber relativ sicher, dass der 3.2 eine HDP2 aus Edelstahl hat

    Beim 2.2 weiß ich es nicht mehr.

  • ...

    Dennoch haben E5 und E10 im Handel eine Klopffestigkeit von 95 ROZ, soweit ich weiß, mischen die Raffinerien das so hin,...

    Theoretisch richtig. Mit dem TS haben sich aber ganz deutliche Unterschiede im Vollastklopfen ergeben, wenn ich d. S95, E1 oder in Liberec bei Shell dort Natural 95 getankt habe.


    Das dt. Super95 hat geklopft wie sau.

    ...

    Die Energiedichte von E10 ist aber geringer, daher hat man einen Mehrverbrauch.

    ...

    Diese Legende hat der ADAC damals als tolle Sau durch Dorf getrieben. 2,7% weniger Brennwert oder so wurden da linear auf einen Mehrverbrauch extrapoliert. Weder Mess- noch Nachweisbar. Eine Ampel mehr oder weniger pro 100km hat mehr Einfluss.

    In der Praxis holt die schnellere Flammfront das locker auf und ermöglicht sogar sparsamer zu fahren.


    Beim TS ist der Verbrauch beim Umstieg auf E10 ca einen halben Liter runter gegangen. Auch weil er nicht mehr so geklopft hat und man die Drehzahlen deutlich runter nehmen konnte.


    ...

    Bioethanol ist hygroskopisch und bei längerer Lagerung entsteht durch Oxydation Ameisensäure, daher mein Hinweis, weiter oben, ein Fahrzeug mit E10 im Tank nicht zu lange stehen zu lassen....

    Ist bei 5..10% lächerlich bzw eine akademische Diskussion. Zumal der Alk dazu führt, dass das Kondenswasser aus dem Tank im Kraftstoff gelöst wird, und mit verbrannt wird. Das bringt sogar Leistung, wenn es bis 10% Wasser sind (man Wassereinspritzung bei der Bf109). Beim Diesel hat man mal mit Emulgatoren experimentiert, um das Wasser fest im Kraftstoff zu binden. ist aber wegen Entmischung nie über die Versuchsphase rausgekommen, obwohl es (logischerweise) 10% Diesel gespart hat, ohne Leistungsverlust im Serienmotor.


    Beim reinen Benzin sammelt es sich als Pfütze unten im Tank und landet im schlimmsten Fall als Schwall in der Benzinleitung, was im ungünstigsten Fall zu einem Zündaussetzer führen kann.


    Da ist die die Lösung schon lieber.


    Ja, als ich den TS auf E50 umgestellt habe, hatte ich prohylaktisch nach der 2. Tankfüllung den Spritfilter getauscht, weil der Alk den Dreck aus dem Tank wäscht. Das wird aber erst ab E25..40 relevant.

    Ja, mit E50 hat der TS mehr verbraucht als mit Super95, hat aber auch erheblich mehr Spaß gemacht...

    Hier wird Benzin noch mit Liebe verbrannt.

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