Die ganzen Vergleiche der Stückzahlen von heute zu vor 30 Jahren hinken doch hinten und vorne. Vor 30 Jahren gab es höchstens die Hälfte der Fahrzeugklassen wie heute. Außerdem gab es nur einen Bruchteil der Hersteller. Da hat man als Hersteller automatisch ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen.
Wenn ich der KI glauben darf, sind vom Alfa 156 (Limo + Sportwagon) ca. 700000 Stück gebaut worden. Für die Giulia/Stelvio-Kombi sollen es ca. 600000 Stück gewesen sein. So schlecht finde ich das im Vergleich gar nicht.
Darüber, dass es im unteren (bis 2022) und vor allem oberen Segment krankt, brauchen wir nicht reden...
Vielleicht meint die KI ja die alte Giulia?
Man kann auch einfach in der heutigen Zeit bleiben. Es gibt Fahrzeugsegmente in die Modelle fallen und es ist recht einfach herauszufinden, welche Segmente stark und schwach sind und wo sich Alfa Modelle dort befinden etc.
Holen wir beispielhaft Italien. Das größte Segment ist dort der B-SUV Bereich (dort wo sich der Junior tummelt, der aber nicht unter den Top 10 zu finden ist): ca. 30% Marktanteil (~465.000 Fahrzeuge in 2025). Wie sieht es dort nun aus - findet man dort keine Modelle mit hohen Stückzahlen, weil es ja viel mehr Hersteller und blablabla gibt?
Nun, man findet diese. In 2025 der Jeep Avenger mit ca. 48.000 Zulassungen, ein Citroen C3 mit ca. 38.000 Zulassungen, ein Yaris-Cross mit ebenfalls ca. 38.000 Zulassungen. Das sind offensichtlich nachgefragte Modelle - denn wir reden nur über den italienischen Markt!
Es ist also immer noch möglich Erfolge zu generieren, wenn man mit einem Produkt auf dem Markt ist, welches Anklang findet.
Meine Theorie: Früher hatte es Alfa auf dem Markt nicht wirklich einfacher, man hatte halt einfach Fahrzeuge die mehr Leute haben wollten. Genauso findet man nämlich auch das Gegenteil in der Vergangenheit (bei Alfa vorneweg das Paradebeispiel Arna). Einige Modelle haben sich damals auch nicht gut verkauft trotz weniger Hersteller und blablabla.