Ladedruck zu hoch

  • Der Ladedruck von meinem 1.9er 16v ist laut Werten dauerhaft ca. 0,2 bar zu hoch und schießt ab und zu auf bis zu 3 bar, ein halbes bar zu viel.

    Ich hab es mal mit MES geloggt, siehe Screenshot. Die CSV kann ich leider nicht anhängen.


    Ich finde den Fehler nicht, hat jemand noch eine Idee?

    Fährt an sich gut, der Motor läuft soweit ok und die Korrekturwerte sind im Rahmen.

    Raildruck passt, Luftmenge passt, der Motor zieht an sich gut.


    Ladedrucksensor ist mehrfach getauscht. VTG Gestänge gängig, die Schläuche vom Druckventil ok,

    Druckventil hab ich mal getauscht gegen ein Gebrauchtteil, das vorher ging.

    Nicht getauscht ist der Luftmengenmesser, der hat einen anderen Stecker als mein Ersatzteil, das hier liegt.


    Komme nicht weiter, der Motorfehler kommt sporadisch. Mal 500 Km ohne Probleme, mal alle paar Kilometerm piiiiep piiiiiiiiiiep.

  • VTG Gestänge gängig

    dachte ich auch, hatte das gleiche Problem wie du. Turbo getauscht, Problem erledigt. Lag am Ende an den schwer gängigen Schaufeln vom vtg.

    Alternative wäre Turbo ausbauen, zerlegen und alles reinigen, Voraussetzung der Turbo ist noch okay. In Zuge dessen kannste gleich den Krümmer planen, der ist eigentlich immer verzogen wenn noch nie was gemacht wurde.

    Einmal editiert, zuletzt von fs626 ()

  • das haut hin , der Fehler dürfte bei warmen Motor eher auftreten , durch Hitze klemmen die Schaufeln noch eher und dadurch findet die Ladedruckreduzierung zu träge ,oder gar nicht statt.

  • Sollte die VTG sein. Hatte ich bei nem anderen 1.9er ebenso. Begleitet dann nach kurzer Zeit von Pfeifgeräusche.

    Die Menschen die man liebt machen einen zu dem wer man ist.

    Sie bleiben immer ein Teil von einem. Hört man auf man selbst

    zu sein wird das letzte bisschen von Ihnen was noch in uns ist und

    uns aus macht auch sterben.

  • Okay, danke für die Antworten. Dass es so dramatisch ist hätte ich jetzt nicht erwartet. Im kalten Zustand ist das Gestänge ja gängig, dass sich das heiß ändert hab ich nicht bedacht.


    Außer Ausbau und Reparatur/ Tausch gibt es da keine Möglichkeit, richtig?

    Das ist dann doch ein Projekt für ein anderes Mal, da kann dann mein alter Turbo vom Schlachter rein.


    Solange man nicht gerade dauernd Vollgas fährt sollte das ja erstmal noch passen, oder fährt der permanent deutlich zu mager ohne Reparatur?

    Ich würde mich schon lieber bei gutem Wetter unters Auto legen...

  • Kommt auf den Zustand an wann der klemmt und in welcher Stellung

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  • Also übers ganze Drehzahlband ist ja der Druck um 0,2 Bar zu hoch, wenn der Druck richtig in die Höhe schießt bekomme ich einen Motorfehler.

    Der Fehler kommt meistens bei ca. 3000 Umdrehungen, ich schätze mal dann klemmt die Verstellung auch richtig. Ist nur eine Vermutung.


    Das irgendwie gangbar machen ohne kompletten Ausbau kann ich vergessen, oder?

    Das ist ja schon eine größere Aktion, mal eben unter der Woche ist einen Turbotausch ist schon echt ein Projekt.

  • Bedenke halt, dass es einen Grund haben muss, dass der Turbo bzw. das die Schaufeln schwergängig gehen (vorausgesetzt es ist das Problem wie vermutet). Ich bin der Annahme, dass bei mir defekte Injektoren eines der Probleme waren.

    Habe damals den Turbo getauscht, und 2 Wochen später ein Loch im Kolben gehabt wegen eines defekten Injektors. Nach Prüfung der Injektoren, waren alle verschlissen und einer hatte dann einen Totalausfall. Der Prozess ist sehr schleichend leider und daher sehr tückisch. Daher würde ich an deiner Stelle auch mal die Injektoren im Auge behalten. So einen Motor kriegt man dadurch leider schneller gekillt als man denkt, auch wenn die 1.9er ja als sehr robust gelten. Am Ende kam bei mir ein nahezu neuwertiger, kompletter 1.9er AT-Motor rein, aus einem Restbestand mit um die 10.000km gelaufen. War jedenfalls ne teure Angelegenheit alles.

  • Also die Korrekturwerte passen eigentlich, ansonsten bleibt mir mit meinen Mitteln eigentlich nur überholen lassen oder überholte einbauen.

    Reichen Korrekturwerte, um auf den Zustand zu schließen?


    Der Wagen ist wahrscheinlich recht lang mit einem kaputten Turboschlauch gefahren, der hat eine Geschichte mit "Turboproblemen".

    Ich hab selbst noch keine 10k damit runter.

  • Mach mal wenn möglich eine Aufzeichnung der Korrekturwerte im kalten Zustand und einmal im Betriebswarmen zustand.

    Im Leerlauf und alle Verbraucher ausgeschaltet. Dann kannst du die als csv Datei z. B. hier posten.


    Korrekturwerte können einiges aussagen.

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  • Danke dir. Leider kann ich hier keine .csv hochladen, ich schicke mal Screenshots.

    Korrekturwerte kalt/warm und dann nochmal Soll/ist Ladedruck kalt/warm.

    Letztes mal war ich mit den Korrekturwerten zufriedener.



    Warm habe ich ihn ein bisschen getreten, um den Fehler zu provozieren.

    Es kam kein Motorfehler.


    Ich hab auf Youtube ein Video gefunden, da macht einer die VTG Verstellung mit Backofenreiniger gangbar.

    Ich glaube das probiere ich einfach mal aus, viel passieren kann dabei ja nicht.

    Montag kommt eine Unterdruckpumpe mit Manometer an, da kann ich nochmal genauer testen.

    Bisher hab ich es nur mit einer 100ml Spritze probiert, der Unterdruck scheint zu halten.

  • Montag kommt eine Unterdruckpumpe mit Manometer an, da kann ich nochmal genauer testen.

    Bisher hab ich es nur mit einer 100ml Spritze probiert, der Unterdruck scheint zu halten.

    Gehalten hat der Unterdruck auch bei mir, auch den Schlauch von der Druckdose am VTG habe ich neu gemacht, alles super! Aber du kriegst mit deiner Unterdruckpumpe das nicht so simuliert wie es während der Fahrt angesteuert wird. Für eine Reinigung des VTGs muss der Turbo halt trotzdem raus, da kommst eigentlich unmöglich so hin, meiner Meinung nach.

  • Korrekturwerte sehen im Verlauf vernünftig aus. Der Lader hat im Leerlauf schon einen erhöhten Ist-Ladedruck. Das kann von einer klemmenden VTG kommen aber auch von einer klemmenden VTG-Dose wovon ich eher ausgehe. Ein komplettes verkoken der VTG Schaufeln ist selten. Es sei denn die Injektoren wären defekt was hier scheinbar nicht der Fall ist. Was mich dennoch stutzig macht ist das die Ist-Werte des Ladedrucks permanent sowohl im unteren als auch im oberen Bereich identisch zum Soll sind. Da müsste man sich auch die Rändelschraube von Dose zu VTG einheit anschauen. Nicht das sich diese verstellt hat. Hatte nämlich mal nen Fall wo sich diese komplett selbst herausgedreht hat.

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  • Danke für die Einschätzung.


    Dann würde ich morgen einfach mal die Dose komplett mit der von einem Schlachter (103 KW) tauschen und die Einstellung bei beiden beibehalten und schauen wie sich das verhält.


    Ich kann auch nicht ausschließen, dass ein Vorbesitzer die Dose verstellt hat oder da mal ein Austausch stattgefunden hat.


    Bei der Gelegenheit schau ich mal, ob ich mit Backofenspray irgendwie dran komme und betätige die Verstellung ein paar hundert mal, vielleicht löst sich ja was oder wird gängiger.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass der relativ lange mit viel Ruß, weil zu wenig Luft gelaufen ist.

    Bei Vorbesitzern war er Ladeluftkühler mal undicht, beide Turboschläuche sind schon geplatzt.

  • Soo, Dose ist getauscht, der Ladedruck im Leerlauf ist nicht mehr zu hoch und die Unterschiede zwischen Ist und Soll sehen auch besser aus.

    Die Verstellung konnte man praktisch ohne Kraftaufwand betätigen.


    Ich vermute das wars 😀


    Den Sicherungsring von der VTG Verstellung habe ich verloren, den passend neu zu basteln und ordentlich zu installieren hat am längsten gedauert bei der ganzen Aktion.

    Ansonsten war es relativ easy, musste mir aber einen 10er Schlüssel verbiegen, damit ich vernünftig dran komme.


    Optisch sind die Dosen gleich eingestellt, vielleicht war die verbaute undicht?

    Mit der Spritze als Unterdruck haben sich beide Dosen mehr oder weniger gleich weit bewegt.

    Die Dose hab ich dann noch mit Rostumwandler behandelt, die sollte hoffentlich noch ein paar Jahre schaffen 😀

  • Auf der linken Dose zähle ich 5 Gewindesteigungen und auf der die du eingebaut hast 4.

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  • Nur als Zusatzinfo, bei mir war die Druckdose zwar einwandfrei, aber im inneren durch Rost und Ablagerungen hat das Teil gelegentlich und an einer Stelle zu stark geklemmt und daher hatte man gelegentlich einen Notlauf wenn man voll ins Gas gestiegen ist, zuerst zu wenig und dann deutlich zu viel Ladedruck und Notlauf.


    So sah es aus, nach der Reinigung fällt die Verstellung ganz lose herum so wie es sein sollte.


    Nur als Info, bei mir (166 20V) gab es keine Probleme beim entfernen der Schrauben, nur das Abgasgehäuse musste ich erwärmen und dann mit vorsichtiger Gewalt und einem Gummihammer runter klopfen, ohne dass dadurch im inneren das Turbinenrad an der Gehäusewand geklemmt/zerstört wird. Bei meinem Dad sind an einem anderen Lader alle Schrauben abgerissen und dann beim Ausbohren und Gewindeschneiden dieser leider abgerissen, also alles vorsichtig durchführen ;-)


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  • Das ist auf jeden Fall die vernünftige Variante, wie man das reinigt, top!


    Ich wäre im eingebauten Zustand auch nicht dran gekommen mit dem Backofenreiniger.

    Es war bei mir so leichtgängig, dass ich es erst gar nicht versucht habe.

    Da hätte ich definitiv den Kat vor dem Flexrohr abschrauben müssen und so ganz geheuer wäre es mir auch nicht gewesen, hat was von Pfusch.


    Ist wahrscheinlich so eine Geschichte wie mit der Ansaugbrücke ( bzw. wie immer), man macht es besser direkt richtig 😀

  • Vergiss den Mist mit Reiniger, der kommt gar nicht an diese Stelle da ran wo es klemmt und beseitigt nur geringfügig etwas Oberflächenruß, aber der Rost und Ruß im Zwischenbereich löst sich nur durch abspachteln/schleifen/Drahbürste usw.


    Bei meiner Schwester hat ein Spezi auch gemeint, er nimmt den teuren 40€ VW Spray und sprüht des ein, des ganze hat eine Woche ohne Notlauf funktioniert und somit war des eher Zufall als tatsächlich eine Wirkung ;-) Und elbst wenn man dies Stundenlang einwirken lassen würde, lösts sich dennoch kein Rost, somit Aufwand usw. für die Tonne...

  • Auch da als Info, das ist wie eine Teer Bitumenmasse und bekommt man nur extrem schwer abgespachtelt/gereinigt, aber manche wären der Meinung der Ansaugreinigerspray würde helfen, der Glaube versetzt auch hier Berge bei manchen, von dem Abgesehen diese Massen an Teer möchte ich im verbauten Zustand auch nicht lösen ;-) Somit vernünftig machen und das Geld für so Müll sparen oder belassen solange es keine Probleme gibt,


    Und als Nachtrag, das Fahrzeug hatte in dem Zustand mit der Ansaugbrücke absolut keine Probleme, ich habs nur gemacht und hinterher mit einem Tomsafile das AGR deaktivieren lassen, somit seit 2013 ohne dem Mist unterwegs.


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  • Auch da als Info, das ist wie eine Teer Bitumenmasse und bekommt man nur extrem schwer abgespachtelt/gereinigt, aber manche wären der Meinung der Ansaugreinigerspray würde helfen, der Glaube versetzt auch hier Berge bei manchen, von dem Abgesehen diese Massen an Teer möchte ich im verbauten Zustand auch nicht lösen ;-) Somit vernünftig machen und das Geld für so Müll sparen oder belassen solange es keine Probleme gibt,


    Und als Nachtrag, das Fahrzeug hatte in dem Zustand mit der Ansaugbrücke absolut keine Probleme, ich habs nur gemacht und hinterher mit einem Tomsafile das AGR deaktivieren lassen, somit seit 2013 ohne dem Mist unterwegs.


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    Und ohne Betriebserlaubnis.

  • Blablubba Vergiss die Drallklappen bei deinem Motor nicht, die können auch gerne Probleme machen, und im schlimmsten Fall brechen. Solltest ja auch den 937A5000 als Motorkennbuchstaben haben. Der hat schon die Plastik-Ansaugbrücke mit Metall-Drallklappen.