Jacko und die Alfa's

  • Neee, er will in gar kein Auto einsteigen. Fahrstühle, Busse etc kein Problem.


    Heute haben wir es mit Leberwurst und seiner Lieblingsfleischwurst probiert. Nix. Pfoten auf den Schweller ja, aber keinen Schritt weiter.


    Wahrscheinlich gab es da ein mal ein schlimmes Erlebnis. Wir bekamen Jacko mit einem Jahr alt aus unserem Tierheim, vorher war er in Polen. Jetzt wird er zwei Jahre alt.


    In die luftige und große Transportbox geht er rein (um Lecker oder Spielzeug zu holen, aber schnell wieder raus.


    Weiß da jemand Rat ? Der Urlaub steht bevor...

  • Eventuell geht es wenn Du die "Lieblingsdecke" von Jacko im offenen Spider hinter den Sitzen plazierst und Ihn

    auf dem Arm haltend ganz langsam dort draufsetzt, ruhig mit Ihm sprechen, nichts mit Hektik machen, keine andere

    Person in der Umgebung. Es dürfte leichter für Ihn sein da das Verdeck offen ist. Wenn Er dort sitzt mit einem Leckerli

    belohnen. Das mehrfach widerholen könnte funktionieren. :wink:

  • Ich habe ihm heute die Rückbank vom 166er angeboten. Mit seiner Decke und seinem Karnickel. (tot, und aus Stoff) und lecker Wurst.

    Alles egal, hauptdache nicht in's Auto.


    Er weiss ja auch genau was ich vorhabe. Auf dem Balkon hockt er auf meinen Beinen aber vor dem Auto komme ich nicht mal in seine Nähe.

    Zumindest war er mit beiden Pfoten auf dem Schweller. Wir werden weiter üben. Mit Geduld.


    Um den blauen 156er, der auf der Straße parkte, hatte er immer einen riesen Bogen gemacht.

  • Vermutlich hat Er in einem "Transporter" mal ein negatives Erlebnis gehabt und Er versucht Autos zu vermeiden?

    Dürfte nicht ganz so einfach werden. Stell Ihn doch mal mit der Box auf die Rückbank, mache aber dann sofort die

    Box wieder auf das ER rauskann. Auch mit "Leberwurst" belohnen.:kopfkratz:

  • ich muss etwas schmunzeln...."der Urlaub steht vor der Tür" und Jacko will nicht mit :like:

    Hatte mal einen Køter der auch nicht fahren wollte. Nimm ihn mit ans Auto und du setzt dich mit Lieblingsspielzeug und Leckerlie (die er vorher sieht) auf die Rückbank. Nicht bitten ,nicht betteln.....beachte ihn so wenig wie möglich und habe Gedult, irgendwann sollte er reinspringen.....dann wie 75Evo vorgehen.

  • Jo, wir werden es weiter üben. Da steck was in der Psyche, kann er ja nichts für.


    Wir sind mal vor einem Dreivierteljahr im Auto eines Freundes mitgefahren. Das war purer Stress für den Hund und ruhiger wurde er erst

    auf der Rückfahrt, als er die gewohnte Umgebung erkannte.


    Wir sind morgen ohnehin bei unserer Tierärztin und ich werde sie mal w.g. eines Beruhigungsmittels fragen.

    Zwar mag ich diese Art von Chemie nicht, aber auch der Hund soll unseren Urlaub genießen.


    Ist auch nicht soo weit: Ferienwohnung im Sauerland, 160 km.

  • Wie weit bis du mit Vertrauen und Gehorsam? Bis DU sein Herrchen? Er ist jetzt 2 Jahre alt und ein Jahr bei Euch, habe ich das richtig verstanden?

    Ich glaube da hast du noch etwas Arbeit vor dir. Es erfordert Zeit und Geduld. Was Gerd und Thomas geschrieben haben ist richtig. Damit dies auch gelingt muss Jacko dir vertrauen, nicht "nur" gehorchen. Wenn das der Fall ist würde ich ein vor dir getragenes Shirt als "Einstieghilfe" ins Auto legen.

    Meiner Meinung nach immer mit Belohnung arbeiten, nie mit Bestrafung. Wünsche dir viel Geduld, dann wirst du auch bestimmt viel Spaß mit ihm haben.

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    Gruß Andreas


    Da ich kein Romeo bin, fahr' ich eben ALFA. Spritmonitor.de


  • Ich danke euch allen für die guten Tipp's.


    Auto ist das einzige Problem. Er läuft bei Fuß, wenn ich das sage, bleibt an der Straße stehen und läuft frei auf der Wiese. Schaut immer wo ich bin

    und kommt zurück, wenn ich ihn rufe. Wenn ich auf der Couch liege kommt er immer dazuund sucht Körperkontakt. Am liebsten unter der Decke.


    Er bleibt auch mal für eine oder zwei Stunden alleine in der Wohnung, stellt nicht an und hat augenscheinlich (Kamera) keinen Stress dabei.

    Ist aber überwiegend Terrier. Beobachtet genau und ist aufmerksam und neugierig. Und vergisst nichts. Weiss genau, wann es Futter gibt

    und wann es Zeit für's Gassi gehen ist.


    Wir werden weiter üben. Vertrauen hat er wohl schon, denn Fahrstuhl, Bus, fremde Wohnungen etc. alles kein Problem.

    Jacko geht auch auf Menschen zu, ist immer freundlich und hat da sowas wie ein Urvertrauen.


    Aber niemand weiß, was er damals in Polen und auf dem Transport hier nach Deutschland erlebt hat...

  • Vielleicht sind Pheromone der Firma Adaptil DIE Lösung, erhältlich beim Tierarzt oder im Handel, so meine Frau. Kann man im Tierheim nach näheren Umständen der wahrscheinlichen Traumatisierung fragen?

  • Danke Ado,


    heute bei den Tierärztinnen: Aufregung im Wartezimmer, weil keiner der Hunde mit ihm spielen wollte. Waren alle krank.

    Als wir aufgrufen wurden hatte Jacko es eilig. :kopfkratz:


    Die Tierärztin ist eine neue Freundin, ich konnte ihn problemlos auf den Tisch heben und beim Krallenschneiden war er ganz ruhig.

    Ohren, Zähne, Gelenke untersucht und Lunge und Herz (w.g. Beruhigungsmittel) abgehorcht. Alles wunderbar in Ordnung.

    Und es gab viel Lob, weil er so artig war. Verkehrte Welt...


    Wir haben Alprazolam mit bekommen. Eine Stunde vor Hin- und Rückfahrt. Das pflanzliche Mittel hätte er 1 Woche vorher, während des Urlaubes

    und noch eine Woche danach nehmen müssen.


    Wir hatten Kontakt zum Tierheim und zur Tierärztin in Polen, aber die können auch nur Angaben über die Zeit nach der Aufnahme dort, machen.

    Alle Papiere wurden dort sorgfältig ausgestellt (EU-Pass) und die notwendigen Impfungen sind eingetragen und mit den entsprechenden Stickern versehen.

    Darauf muß ich mich verlassen und habe ein gutes Gefühl, weil das Tierheim hier bei uns mit dem Heim in Polen eng zusammen arbeitet.


    ps ich denke mal, der Hund vertraut darauf, daß er sich jederzeit aus dieser Situation befreien kann, in die er sich selbst gebracht hat. ;)

    (heute, nach Tierarzt und Mittagessen)

  • Das liest sich doch sehr erfreulich. Dann ist doch damit zu rechnen, dass der Kleine das Gefahren werden noch schätzen lernt und er im Urlaub neues Geläuf erkunden kann!!?

    Wir freuen uns mit Euch!


    Liebe Grüße

    Ado

  • Moin,Moin..............


    mmh..............du hast nen richten Kuschelhund ?

    Schläft unter der Decke, liegt auf deien Beinen weiß wann es Futter gibt und wann es "Gassi geht". Fährt Bus (hoffentlich nicht als Fahrer). Fahrstuhl und macht wahrscheinlich noch vieles mehr. Nur in deinem Wagen hört sein Vertrauen auf.


    Der hat dich gut im Griff


    Man ............das ist ein Hund, grundsätzlich stammen die alle vom Wolf ab.


    Setz dich ins Auto lese Zeitung und hab Geduld. Fang damit an sein Futter am Einstieg des Wagens auf die Erde zu stellen, Lobe überschwenglich jeden Fortschritt deines Hundes. Wenn das klappt wandert der Napf dahin wo er sitzen soll und es gibt absofort sein Futter nur noch da. Auch Leckerlis zur Belohnung gibt es nur noch am / im Auto. Die Steigerung wäre dann Motor an, dann irgendwann Tür zu und dann Abfahrt.

    Fahr zunächst kurze Strecken.............z.Bsp. 200m, stellt den Wagen ab und geht zu Fuß nach Hause usw.

    Irgendwann merkt er schon das Herrchens Auto ganz toll ist.

    Jeden Fortschritt loben wie Bolle...................auch wenn die Nachbarn denken du kiffst neuen Stoff.


    Das geht aber nicht in 5 Tagen.....


    :wink:suzikata

    Brot kann schimmeln....................was kannst Du

  • Natürlich stammen sie alle vom Wolf ab, haben sich jedoch sehr unterschiedlich entwickelt.
    Wölfe teilen, kennen erst einmal keinnen Futterneid innerhalb der Gruppe. Und der Haushund ? Jo, Futterneid und Rangordnung beim Fressen.

    Und der Hütehund mit Jagdtrieb ?


    Nein bitte nicht Missverstehen: Jacko bettelt nicht um Futter. Er weiß wann wir z.B. Mittagessen und liegt meist schon vorher unter dem Tisch.

    Da bleibt er auch, bis wir fertig gegessen haben und er mit Futter dran ist.

    Und wenn ich mal rumtrödel und der Hund mal dringend pinkeln muß, dann steht er an der Tür. Er drängelt nicht zum Gassi gehen.

    Und wenn ich schlafe und er kommt angekrochen, dann finde ich das nicht verwerflich.


    Natürlich wird jeder Hundebesitzer seinen Kumpel über den grünen Klee loben. Aber der tägliche Umgang mit ihm ist wirklich problemlos.

    Und man muß bedenken:

    Als er mit 11 Monaten hier in's Tierheim kam, kannte er nichts. Keine Kommandos oder aber, er verstand die Sprache noch nicht und mein

    polnisch ist nicht so gut. Wurde auch geschlagen, OP am linken Hinterlauf und ist totzdem sehr freundlich zu allen Menschen und Hunden.

    Da darf er auch mal kuscheln... ;)


    Wir werden Deine Tipp's beherzigen und weiter üben. Etwas weiter sind wir ja schon. Vorderpfoten nicht nur auf dem Schweller, auch schon im

    Auto...


    Danke Suzikata

  • Wölfe teilen............? .....................wenn der Leitwolf seinen Teil hat, dann ja, sonst gibbet Stress. Und wenn Du mehrer Hunde zu Hause hättest, existiert da sehr wohl eine Rangordnung.

    Da bei Dir nur ein Hund ist, bist (solltest) Du der "Leitwolf" sein.......................Du machst die Regeln und gibst damit deinem Hund Sicherheit und er wird es Dir danken mit Zuneigung und Vertrauen.


    Bsp.: Warum liegt dein Hund beim Essen unterm Tisch ? Er weiß, dass da auch mal was runterfällt ;) und das ist dann seins.

    - Versucht mein" Stinksack" auch immer wieder..............sein Platz ist im Körbchen. Und wenn ich will............dann gibst auch mal nen Rest.........aber nicht vom Tisch sonder nur in seinem Napf.


    Als Auto-Lockmittel kannste natürlich auch eine leckere Bockwurst oder dergleichen nehmen, die es aber nur im Auto gibt.

    Und zwar, um es zeitlich einzuordnen, hast Du genau 3 Sek. für die Belohnung . Alles was später passiert wird dein Hund nicht mehr mit dem Ziel verknüpfen, er kann es einfach nicht, sprich er ist eigentlich zu doof.

    Also Pfoten auf den Einstieg...........sofort die Wurst in den Hund, jeder weitere Fortschritt............sofort Wurst rein. Und lass Dich nicht von deinem haarigen Freund austricksen, sei sehr genau. Er wir auf Dauer Spass dran haben. 10- 15 min 2x am Tag reicht, mindestens 4 Wochen.


    Keine Angst, mein Hund ist auch blöd :joint:. Der kann auch nix, aber als Hund für die Zielobjektsuche (ZOS) ist der Fressdrang eines Beagles schon sehr von Vorteil. Und es funzt. Nur ohne Leine im Freien kann auch nach 8 Jahren schon zu Verdruss führen, weil jeder, absolut jeder, Spur mit lautem Gebell nachgegangen wird. Da drückt dann wieder der Jagdinstinkt des Meutehundes durch :fail:.

    GOPR0516.JPG Stinksack namens Cooper auf dem Weg an den Comer See




    So..............nun nicht quatschen, machen und dranbleiben es wird.



    :wink:suzikata

    Brot kann schimmeln....................was kannst Du

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  • Hallo suzikata,


    das war vor ein paar Tagen eine Doku im 3 SAT über Wölfe und die Entwicklung der Hunde.


    Wölfe innerhalb eines Rudels jagen gemeinsam und teilen das Futter. Der Leitwolf ließ auch andere 'Familienmitglieder' zeitgleich mit ihm

    fressen. Das wurde sehr schön gezeigt.

    Der ranghöchste Hund jedoch fraß zuerst, verjagte die anderen Hunde, die sich teilweise erst gar nicht ans Futter getraut haben.


    Neee, vom Tisch fiel und fällt nichts ab. Aber er weiß, wenn wir fertig sind mit Essen, kommt er dran.

    Die Geschichte mit dem frei laufen lassen... Katzen sind Feinde und Karnickel sind potentielle Beute... Halt Terrier inside.

    Schnüffeln ? Mich wundert, daß er keine zerkratzte Nase hat. :fail:


    Auch ich bin mit dem 'blöden' Hund zufrieden. Er steht nicht auf den Hinterpfoten und dreht sich im Kreis, macht keinen Kopfstand

    und bellt nicht viermal, wenn ich das letzte Zwei von Zwei mal Zwei betone.


    Jo, an die Bockwurst habe ich gar nicht mehr gedacht. Als ich meine Frau kennen lernte, hatte sie einen Parson Jack Russel, der als

    Frauchenverteidiger bekannt war.

    Zum ersten Treffen mit dem Hund war ich vorher bei EDEKA und habe 2 Bockwürste gekauft...


    Grüße von Jürgen und Jacko :wink:

  • ...........Moin,Moin,

    Zitat

    Der ranghöchste Hund jedoch fraß zuerst, verjagte die anderen Hunde, die sich teilweise erst gar nicht ans Futter getraut haben.

    So sieht das aus.


    Das mit dem Tisch war ein Beispiel :)...............kann aus meiner Sicht jeder machen wie er will. Wenn alle damit leben können, dann isses Gut....gelle .

    Das mit der Wurst klappt eigentlich gut.............absolut wichtig ist hier, wann die Wurst in den Hund wandert. Wenn es mal nicht so klappt, isses nichttragisch. Der Hund wird sich dennoch freuen.

    Später, wenn er dann entspannt liegt nach der Abfahrt, gibt es dann nur noch ein Leckerli. So ein Tütchen passt locker ins Handschuhfach


    Schau meinen an, so liegt er da nach 1000 Km und 3" Pipi- und Bewegungs-Pausen".


    :wink:suzikata

    Brot kann schimmeln....................was kannst Du

  • Letztendlich ist der Hund ein Familienmitglied und da darf er auch mal Ansprüche anmelden.


    Ich frage mich sehr oft, wie es den Hunden wohl gehen mag, wenn sie allerlei 'Kunststückchen' vorführen müssen.

    Überall und immer wieder. Natürlich nur, wenn genügend Zuschauer dabei sind.


    Und manchmal die verängstigten Blicke, wenn 'Herrchen' ein Kommando ruft. Da ahnt man wie der Hund das 'gelernt' hat.


    Allen Portalos wünsche ich ein schönes Wochenende. Mit Hund oder Katz... Jacko, lass sie... :joint:

  • Suzilata hat eigentlich schon alles geschrieben wie du es mit Jacko und Auto hinnekommst.


    Und ich kann nur bestätigen, dass die erwähnten 3 Sekunden und das überschwängliche Loben und darüber freuen das A und O dabei ist.


    Wünsche viel Erfolg!


    Und wenn er freiwillig rein geht, direkt ein Foto her ?

    "Die schönste Verbindung zwischen zwei Punkten ist ein Alfa"

  • Danke, LindiTS,


    Bilder sind versprochen. Nichts lieber als das. :wink:


    Nicht nur mit den 3 Sekunden, aber über Lob freuen wir uns doch alle. :prost2: