Ich war damals bei der Entwicklung des JTS Entwicklungsingenieur bei Bosch im Bereich Benzindirekteinspritzung, und auch regelmäßig bei Alfa Romeo in Arese
Grundsätzlich wurden alle Komponenten so erprobt, dass eine Fahrleistung von 240.000 km, mit Ausfällen im geringen parts per million Bereich, simuliert werden sollten.
Flottenerprobungen/Fahrversuche mit der Kilometerleistung gab es vor der Freigabe des Systems kaum..
Grundsätzlich ist das System eigentlich recht robust, wenn man ein paar Punkte berücksichtigt.
Nicht mit E10 betreiben, wegen Korrosionsgefahr an den Alu-Teilen!
Ölwechselintervalle und Ölvorgabe penibel einhalten und Ölstand auch mal zwischendurch prüfen.
Die Ventile waren Drallventile, die eine gewisse Neigung zur Verkokung haben und dann kein sauberes Einspritzbild mehr zeigen.
Verkokungsneigung steigt bei viel Kurzstreckenbetrieb und niedrigen Lasten.
Einen speziellen Ventilzusatz im Benzin zu verwendet schadet jedenfalls nicht
Zahnriemenwechsel genau beachten. die Hochdruckpumpe belastet den Riemen zusätzlich.
Teile bekommt man kaum noch, und wenn. zu sehr hohen Preisen.
Manchmal werden überholte Teile angeboten. Bei der Konstruktion der Teile ist man aber nie davon ausgegangen, dass die Teile mal repariert werden, daher sehe ich diese Teile sehr kritisch. Es gibt bei Ventilen und Pumpe Toleranzvorgaben im mikrometer-Bereich, und im Betrieb liegen bis über 100 bar an .
Ich persönlich kenne keine Werkstatt, die sich noch wirklich mit den ersten JTS auskennt.