Beiträge von uwemutz

    Hallo Jungs,

    nachdem mein Brera nun "wie ein Glöckerl" (wie man in Österreich sagt) läuft, kommt nun die nächste Hiobsbotschaft. Der fünfte und vor allem der sechste Gang lassen sich nicht mehr sauber einlegen, weshalb ich zum nächsten Alfa-Händler gefahren bin. Er meint: Getriebelager gehören ersetzt. Kostenpunkt 2600,- (inkl. Achsvermessung, Getriebeöl, Befüllung, Arbeitszeit, Teile, etc.; exkl. Zerlegungsarbeiten).

    Meine erste Frage: ist das etwas, das zwingend gemacht werden muss oder kann ich mit diesem Lagerproblem leben, solange es nicht drastische Auswirkungen hat?

    Jetzt meine ganz direkte zweite Frage: gibt's jemanden unter uns, der das "unter uns" für mich reparieren kann ( Fabri?)? Ich bin durchaus gewillt, ein paar km in Kauf zu nehmen, die Teile zu besorgen, etc., wenn ich dadurch nicht 2600,- in den Topf werfen muss. Ich bin aus AT, Nähe Linz.

    Ciao

    Uwe

    Ich bin nun einmal vorsichtig optimistisch, nachdem ich die ersten 100km ohne Fehler heruntergespult habe. Schlussendlich habe ich nun noch folgendes gemacht:

    1. Turboschlauch Ansaugseite wieder fixiert - no na.. :)
    2. Turboschlauch Ausgangsseite Richtung Ladelüftkühlereingang ersetzt
    3. Alle Schlauchklemmen am Luftsystem kontrolliert und nachgezogen
    4. Die Leitungen vom Gaspedal zum Motorsteuergerät unter Last (21W Blinkerlampe) gemessen: alles ok, kein wesentlicher Spannungsabfall
    5. Die beiden Massepunkte gereinigt, zu denen man nur mit abgenommenem Motorschutz (Bodenplatte) rankommt: der große Massepunkt war ziemlich oxydiert
    6. Auf die alte Drosselklappe rückgebaut ("Erstausliefer-Drosselklappe")
    7. Auf das alte Gaspedal rückgebaut
    8. Den Anschluss (die Kontakte) vom Nockenwellensensor gereinigt
    9. Alle Fehler sowie die Selbstadaptionsparameter zurückgesetzt (MES)

    Summa summarum war es wohl tatsächlich ein Falschluftproblem  TruEnemy . Irre, dass zwei Werkstätten dies nicht finden konnten, obwohl ich bei der zweiten Werkstatt eine Dichtheitsprüfung mit einer Nebelmaschine (die ich mir ja nun selbst gekauft habe) in Auftrag gegeben hatte. Wie da das Problem mit dem Turboschlauch nicht offensichtlich wurde, ist mir nach wie vor ein Rätsel.

    Bitte haltet mir die Daumen, dass es das nun war. Sehr viel mehr Ideen hab ich nämlich nun nicht mehr (bis auf den Luftschlauch nach dem Ladeluftkühler und dem Kühler selbst).

    Die Nebelmaschine hat keine weiteren Lecks mehr hervorgebracht. Jetzt werde ich noch ein paar Arbeiten am Unterboden machen (habe mir zwei Rampen besorgt, um da arbeiten zu können) und dann geht's wieder auf die Straße. Mal sehen, ob der Fehler noch einmal auftaucht.

    Die Phasenversteller werde ich mal abschrauben und reinigen. In dem Zuge messe ich auch die Kabel durch. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

    Ich bin einen Schritt weiter. Ihr werdet es nicht glauben, aber der Luftschlauch zum Turbo war zwar mit einer Schelle fixiert, diese war jedoch lose... Ich sag's Euch. Aber: nach etwa 10km Fahren kam der Fehler wieder, und zwar inkl. P0011 "Diagnose Positionierung der Nockenwelle auf Auslass" --> sagt mir nichts.

    Nochmal zur Wiederholung: bevor meine Probleme wieder anfingen, wurde der Turbo getauscht. Nachdem die Werkstatt den einen Schlauch nicht befestigt hat: was kann noch alles schief gegangen sein, wo soll ich noch überall nachsehen? Hat jemand Tipps für mich? Eine Nebelmaschine werde ich mir heute bestellen.

    Soweit ich mich erinnere, hat er den Stecker doch bereits neu gecrimpt, oder? Könnte das Motoröl, sofern es bis zum Stecker vordringt, nicht auch ursächlich dafür sein, dass ab und zu die Leitfähigkeit an den Pins beeinträchtigt wird (Kontaktproblem)? Dann ist es kurzfristig vielleicht mit einer Reinigung getan, aber langfristig kommt das wieder, wenn die Ursache nicht behoben wird, dass das Motoröl kriecht.

    Ja, der Stecker zur Drosselklappe ist neu. Werde nun auch den Stecker an der ECU kontrollieren, ob da Öl ist.

    Andre : aber das Steuergerät hast Du ja geprüft - das funktioniert ja laut Dir. Den Stecker habe ich mit Kontaktspray gereinigt, aber ich kann ihn mir natürlich noch genauer ansehen.

    Dh Du meinst, der Öldruckschalter wäre der Grund für das Öl am Kabelbaum oder der Grund für den Fehler P0221?

    Fabri: das wäre ein Hit! Vielleicht findest Du was.

    So, wieder ein paar Schritte gegangen:

    1. Sämtliche Leitungen von der Drosselklappe zur ECU unter Spannung gemessen: Spannungsabfall ca. 0.1V bei ca. 1.6A --> meiner Meinung nach vernachlässigbar
    2. Radio wieder ausgebaut und zur Sicherheit nochmal ein Proxy Alignment gemacht --> keine Auswirkung
    3. Drosselklappe ausgebaut, begutachtet und gereinigt: sah einwandfrei aus, nur geringe Ablagerungen

    Was mir jedoch aufgefallen ist: der Kabelbaum war stark verölt. Das lag wohl an der defekten Membran am Ölabscheider. Diese ist zwar nun gewechselt, aber kann der Kabelbaum da Schäden davonziehen, wenn dieser so stark verölt ist? Falls ja: hat jemand einen Kabelbaum von einem Alfa Brera 1.8TBi herumliegen oder kannst Du, Fabri , einen besorgen? Hast Du da Zugriff und was würde der kosten?

    Nächste Schritte:

    • Kabel zum Gaspedal messen
    • Signale zur Drosselklappe mit dem Oszi messen
    • Signale vom Gaspedal mit dem Oszi messen

    Die Werte scheinen normal zu sein. Das ist echt ne schwierige Sache bei dir. Bei einigen Opel Modellen wird dieser Fehlercode durch elektromagnetische Störwellen im Canbus Bereich hervorgerufen und kommt ab und zu vor. Dort gibt es ein Reparatursatz vom Kabel. Aber so etwas gleiches wäre mir bei Al

    Aber der CAN ist doch bei der Drosselklappe gar nicht dabei, oder? Auf jeden Fall werfe ich jetzt mal das Android-Radio raus - vielleicht liefert das Störungen am CAN. Einen Versuch ist es wert.

    Der müsste 2 Werte liefern.

    Hab gestern die Werte gemessen. Die Werte steigen beiderseits an: Sensor 1 von ca. 1-3.8V, Sensor 2 von ca. 0.5-1.9V. Ich hab mal kurz ChatGPT gefragt und hab da die Antwort bekommen, dass diese Werte ok sind. Dann kann es meiner Meinung nach das Gaspedal nicht sein.

    20250521-3 Brera Gaspedal vs Drosselklappe.pdf

    PS: diese Werte sind bei nicht laufendem Motor. Ich habe gestern vergessen, den Motor dann auch noch zu starten um zu sehen, was dann mit diesen Werten passiert. Denn Fakt ist: der Drosselklappenfehler tritt erst beim Starten des Motors auf (davor fällt auch die Tankanzeige nicht auf 0, obwohl natürlich der alte Fehler mittels "VDC, ASR, Hill Holder" angezeigt wird).

    Steuergerät ist eingebaut, der Fehler kommt nach wie vor: sobald ich das Auto starte, liefert die Drosselklappe den Fehler P0221. Da habe ich noch nicht das Gaspedal betätigt (weshalb ich einen Fehler ausgehend vom Gaspedal jetzt mal ausschließe - korrekt?). Ich hab jetzt keinen Plan mehr:

    • Die Drosselklappe habe ich ersetzt; klar kann die wieder defekt sein, aber wie wahrscheinlich ist das..
    • Den Stecker zur Drosselklappe habe ich ersetzt
    • Die Kabel von der Drosselklappe zum Steuergerät habe ich geprüft

    Was ich noch nicht gemacht habe:

    • ein Massekabel zur Drosselklappe gelegt, um ein Masseproblem auszuschließen
    • die Drosselklappe neu angelernt, da diese das ja sowieso bei jedem Start tut

    Was nun hinzugekommen ist: das ABS-Steuergerät liefert irgendeinen Fehler (C1101) an das Motorsteuergerät. Das hatte ich bis dato noch nicht. Kann mir aber nur schwer vorstellen, dass das mit der Drosselklappe zusammenhängt.

    Latein = Ende... :(

    Also ist das Problem wieder aufgetreten? Eventuell muss der Drosselklappenstecker neu gecrimpt werden.

    Das hab ich bereits gemacht. Hat leider auch nichts geholfen. Aber jetzt warte ich mal, bis das Steuergerät da und eingebaut ist und hoffe darauf, dass es tatsächlich die Pins im Steuergerät waren. Beten und hoffen.

    Normalerweise hängt das nicht direkt mit der Drosselklappe in Verbindung. Das wäre eher für einen unrunden Motorlauf verantwortlich. An was ist der Ölabscheider beim 1.8er angeschlossen/integriert? Direkt am/im Ventildeckel oder auswärts montiert.

    Direkt am Ventildeckel

    Es geht weiter:

    • Ich habe eine Dichtheitsprüfung (Nebelmaschine) machen lassen - das sind die Ergebnisse:
      • Die Membran am Ölabscheider war total im Eck und wird erneuert --> kann das eine Ursache für diese Fehler (Drosselklappe) sein?
      • Das restliche System ist dicht
    • Das Steuergerät hatte ich zu Andre geschickt: ich glaube (er hat's mir leider bis dato nicht gesagt), er konnte bis auf ein paar schlechte Lötstellen keine Fehler finden; die Pins vom Connector zum Board hat er allesamt nachgelötet.

    Diese Woche werde ich das Steuergerät hoffentlich bekommen. Dann baue ich es ein und wir sehen weiter. I'll keep you updated.

    Immerhin weist du das es nicht am Chip liegt.


    Der Fehler kommt also immer dann wenn der abgestellt und kurz drauf wieder gestartet wird. Das ist echt seltsam. Das einzige was er dann nämlich macht ist die End und Anfangspositionen der Klappe anzusteuern.


    ECU wäre möglich. Aber wieso dann nicht permanent sondern nur beim ausschalten und unmittelbaren wieder starten. Das entzieht sich meiner Logik.

    Vielleicht ist der Pin für den Endpunkt der Drosselklappe schlecht verlötet oder das Kabel dorthin hat einen Fehler. Manchmal (selten) kommt auch der Fehler für die untere Stellung der Drosselklappe.

    So, ich bin einen Schritt weiter: der eingebaute Chip versursacht den Drosselklappenfehler nicht (wir haben ihn ausgebaut und der Fehler tritt trotzdem auf). Was mir jedoch aufgefallen ist: der Fehler (P0221 - Schleifenpoti B) tritt zumeist dann auf, wenn ich den Motor abstelle und kurze Zeit später wieder anstarte. Fällt da jemandem was dazu ein?

    Das könnte der Grund sein für deine Turboschäden.

    Hi, der Chip ist seit Stunde 0 drinnen. Den ersten Turboschaden hatte ich bei 140kkm - bis dahin war ich bei einer Alfa-Werkstatt (Händler). Zum Wechsel des Turbos habe ich dann die Werkstatt gewechselt (Alfa war zu teuer). Den nächsten Schaden hatte ich bei 190kkm, den nächsten bei 210kkm. Denke nicht, dass es mit dem Chip zu tun hat.

    Irgendwie tritt immer wieder das Phänomen auf, Auto ist in der Werkstatt, anschließend kommen Probleme.

    Ansonsten beschreibe doch mal die Reihenfolge.

    Also, die Reihenfolge war so:

    • Vor ca. 6 Monaten tritt das Problem mit dem klassischen VDC/ASR/Hill Holder Problem das erste Mal auf; damals hatte ich noch kein MES oä und konnte deshalb auch nicht sagen, was das Problem ist
    • Etwas später kamen die Fehler mit der Drosselklappe hinzu; zu dem Zeitpunkt hatte ich mir eine OBD-App besorgt
    • Dann wurde von mir der Gierratensensor getauscht
    • Dann habe ich die Drosselklappe mehrfach gereinigt
    • Danach das Android-Radio verbaut
    • Nachdem die Fehler mit der Drosselklappe immer wieder kamen, hab ich mir MES besorgt
    • Bereits damals gab's die 1601- und 1602-Fehler --> ob das nun am Android-Radio liegt, kann ich nicht sagen, da die 16xx-Fehler ja nicht im Display angezeigt werden und auch nicht über eine OBD-App (auf die bin ich erst mit MES gestoßen)
    • Schlussendlich habe ich die Drosselklappe getauscht, eine neue Batterie (AGM, 80Ah) eingebaut, alle Massepunkte gereinigt, neue Massekabel verlegt und fehlende Schellen im Ansaugtrakt montiert (ja, es haben Schellen gefehlt) - dazu gibt's einen eigenen Thread von mir

    Vor ein paar Monaten hatte ich dann die Drosselklappen-Fehler im Griff - dachte ich zumindest.

    Vor zwei Wochen ging mein Turbo drauf (der dritte...; 210kkm). Nachdem ich das Auto in der Werkstatt hatte, kamen die Drosselklappenfehler wieder und auch die Sache mit dem Thermostat. Die 16xx-Fehler haben mit der Werkstatt sicher nichts zu tun.

    So, das ist meine Geschichte, meine unendliche Geschichte mit meinem geliebten Brera.

    Meine Fragen sind somit (aus zwei Threads zusammengefasst):

    1. Wenn ein Turbo getauscht wird: welche Arbeiten werden da durchgeführt, die irgendwie mit den Fehlern der Drosselklappe oder dem Thermostat zu tun haben oder ist das völlig getrennt? Es könnte ja auch ein Wackelkontakt beim Steuergerät (ich verwende einen Tuning Chip der Fa. Steinbauer Engineering, eingebaut 2010 --> dieser wird übrigens nächste Woche getestet/rausgenommen)?
    2. Hat der Turbotausch Auswirkungen auf die Drosselklappe? Was wäre, wenn die Luftführung zum/vom Turbo undichte Stellen hat? Wäre doch egal, weil es ein Abgasturbo ist?
    3. Kann ein defektes Thermostat (angenommen, ich fahre schon zwei drei Jahren damit herum) ein Grund für einen Turbo-Defekt sein?
    4. Wie kann der Fehler 1712 auftreten?

    Hallelujah.

    Uwe

    Ja, Radio ist am CAN dran. Ich werde den Radio jetzt mal rausnehmen und schauen, was passiert. Wenn ich nur immer soviel Zeit hätte, wie ich bräuchte... Ahhhhhh!!!

    Hast Du eine Idee, warum das Thermostat nur bis 70°C (und nur kurzzeitig mal etwas höher geht)? Sollte das die Kühlwassertemperatur nicht bis ca. 90°C aufheizen (lassen)? Kann ja nicht sein, dass dieses nur bis 70°C warm wird, oder?