Das ändert sich 2026 für Autofahrer
2026 treten neue Regeln und Vorschriften für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer in Kraft.
Abgasnorm Euro 7
Ab dem 29. November 2026 gilt in der EU die neue Abgasnorm Euro 7 zunächst für neu entwickelte Pkw und leichte Transporter, ab Ende 2027 dann für alle Neuzulassungen dieser Klassen. Für Busse und schwere Nutzfahrzeuge greifen die Vorgaben ab 2028 bzw. 2029. Die Grenzwerte für klassische Schadstoffe bleiben weitgehend unverändert, neu ist jedoch eine genauere Erfassung ultrafeiner Partikel ab zehn Nanometern, die künftig bei allen Ottomotoren berücksichtigt werden.Euro 7 weitet die Vorschriften zudem auf weitere Emissionsquellen aus: Auch Abriebpartikel von Reifen und Bremsen werden reguliert, mit einheitlichen Grenzwerten ab 2035. Die Systeme zur Abgasreinigung müssen ihre Wirksamkeit über mindestens 160.000 Kilometer oder acht Jahre nachweisen. Für Elektroautos und Plug-in-Hybride gibt es erstmals Haltbarkeitsvorgaben für die Batterien. Zusätzlich werden Manipulationsschutz und Datenkontrolle verschärft, um Emissionen auch im Alltag überwachen zu können.
eCall
Ab 2026 sind neue Autos in der EU verpflichtend mit einem modernisierten Notrufsystem auszustatten. Der sogenannte "Next Generation eCall" ersetzt die bisherige Technik, die noch auf 2G- und 3G-Mobilfunknetzen beruhte. Die Einführung der neuen Vorgaben erfolgt stufenweise.Ab dem 1. Januar 2026 ist der Einbau des NG eCall für alle neu entwickelten Fahrzeugtypen der Klassen M1 (Pkw) und N1 (leichte Transporter bis 3,5 Tonnen) verpflichtend. Ohne diese Technik wird keine Typgenehmigung mehr erteilt. Ab dem 1. Januar 2027 dürfen zudem keine Neuwagen mehr zugelassen werden, die nicht über den neuen eCall verfügen.
Im Sommer werden EU-weite Sicherheitsrichtlinien schrittweise weiter umgesetzt: Ab 7. Juli 2026 sind weitere Sicherheitssysteme für alle neuen Fahrzeugtypen Pflicht, beispielsweise Notbrems- und Spurhalteassistent sowie Müdigkeitswarner.
Kfz-Versicherungen werden teurer – versäumte HU kostet Punkte
Auch bei den Versicherungen steigen die Belastungen. Höhere Kosten für Ersatzteile und Werkstätten führen zu teureren Tarifen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft zahlen rund 5,9 Millionen Versicherte künftig mehr, während 4,5 Millionen entlastet werden.Ein Blick auf die Hauptuntersuchung zeigt ebenfalls, ob Handlungsbedarf besteht. Fahrzeuge mit blauer HU-Plakette müssen 2026 geprüft werden. Ein Versäumnis kostet nicht nur ein ordentliches Bußgeld, sondern bringt auch noch einen Punkt in Flensburg.
Steuerliche Anpassungen für Autofahrer 2026
Wer einen Dienstwagen fährt, kann künftig profitieren: Die Grenze für die begünstigte 0,25-Prozent-Regel bei Elektrofahrzeugen steigt auf 100.000 Euro Listenpreis. Damit profitieren auch höherwertige Modelle weiterhin von steuerlichen Vergünstigungen, während Fahrzeuge darüber mit 0,5 Prozent versteuert werden. Diese Änderung ist Teil des Jahressteuergesetzes 2025 und bedarf noch der parlamentarischen Zustimmung.Unternehmen sollen zudem eine degressive Abschreibung nutzen können, wenn sie zwischen 2025 und 2028 neue Elektrofahrzeuge anschaffen. Auch hier soll die Elektromobilität gezielt gestärkt werden. Eine weitere Umstellung betrifft die Kfz-Steuer: Sie wird ab 2026 grundsätzlich als Einmalzahlung erhoben, um den Verwaltungsaufwand zu senken.
Quellen : AMS und Ingenieur