Es ist wie auch auf anderen Gebieten, hier ist es der Diesel, in denen der Populismus wütet und dem mit nüchternen und stichhaltigen Argumenten nicht beizukommen ist. Wenn sich der Irrsinn oder das verfestige Meinungsbild so tief in den Gedankengängen eingenistet hat, ist es teilweise unmöglich eine sachliche bzw. vernunftorientierte Diskussion zu führen. Denn dazu gehört es sich, sich den anderen Überzeugungen wenigstens ansatzweise zu stellen bzw. zuzuhören und die Reflektion der eignen Überzeugung. Besserwisserei ist ist der Sargnagel aller Diskussionen.
Dieser Beitrag in der ARD konnte es doch gut aufzeigen.
Auf der einen Seite zwei Klinikleiter von Lungenfachkliniken (einer aus Stuttgart = die Mutter aller Dieselproblem, der andere Chef einer Lungenfachklink welche überwiegend Bergmänner behandelt). Beide Fachärzte und Professoren auf diesem Gebiet. Inofern darf man fachliche Eignung erwarten.
Übereinstimmende Erkenntnis, es gibt KEINE wissenschaftliche Grundlage für diese Grenzwerte. Es ist keine systemische Erkrankung und es sind keine Todesfälle nachweisbar. Es gibt keine Zusammenhänge Diesel/Stickoxid und Krankheit, wie es gerne gesehen wird, festzustellen.
Dazu das Frauenhofer Institut, welches die Messorte und Messergebnisse am Beispiel Stuttgart kritisch geprüft und bemängelt hat. Ergebnis die Messorte sind so aufgestellt, dass man eine Überschreitung leicht feststellen kann, oder besser will. Eine Extrapolation von einem so „exponierten“ Standort auf ganze Stadtgebiete ist nicht wissenschaftlich und genügt nicht. So die Auffassung die in diesem Bericht durch mehrere Vergleichsmessungen belegt wurde.
Wem stehen diese Fachleute gegenüber?
Einem grünen Verkehrsminister aus Baden Würtemberg, welcher
von seiner Ausbildung Gymnasiallehrer
ist und zuletzt den Bereich Gesundheit einer Volkshochschule geleitet hat. Seine
These, Bewertung erschöpft sich vollumfänglich darin, dass es nach seiner
Aussage Experten gibt die „keine Ahnung“ von der Materie haben. Das war es
dann. Mit dieser Haltung wird jegliche weitere fachliche Diskussion negiert und verhindert.
Was willst Du da noch machen?
Die Einen sind mit großer Wahrscheinlichkeit, durch Studium, Leistung, Ergebnisse, Erfolge, in der Summe = Kompetenz in ihre Positionen gekommen, der Andere wurde gewählt ohne den Nachweis einer Eignung.
Ich habe die Befürchtung, dass es in anderen Bereichen
ähnlich läuft und diese Thematik eigentlich nur ein Synonym für viele Entwicklungen ist, die eigentlich nur auf der Sachebene zu disktutieren sind. Gesinnungsethik und ein Mangel an Verhältnismäßigkeit?