Beiträge von 33er

    Wie schon öfter geschrieben, wird es kein Verbrennerverbot geben. Einfach weil der Bestand an Verbrenner-Autos sich nicht auf 0 reduzieren oder komplett elektrifizieren lässt.

    Was mit den Neuwägen ab 2035 wirklich passiert weiß noch keiner, auch wenn die Beschlußlage in der EU eigentlich eindeutig ist.


    EVP wirds schon richten.


    Allen nicht Tesla-Fans und Musk-Hasser - zu denen auch ich gehöre- empfehle ich den BMW i4 .

    Das ist wirklich ein sehr schöner Wagen mit, toller Ausstattung, schöner Coupe-Form und extrem guten E-Motoren.


    Schade das Alfa so was nicht (mehr) schafft/schaffen will.


    Ich denke allerdings auch das die Regierung uns zu den Elektros zwingen wird.

    Bisher war meine Erfahrung, wenn man mal ein E-Auto gefahren hat, daß man nichts anderes mehr fahren will und es eigentlich keinen Zwang braucht, wenn die Angebote stimmen.

    Brennstoffzellen-Autos (FCEV) die mit H2 betrieben werden, sind die wohl nach dem Verbrenner, die komplexeste Technik.

    Man braucht eine Brennstoffzelle,eine extrem gute Luftaufbereitung, damit die Brennstoffzelle nicht kaputt geht, einen Wasserstofftank, einen Elektromotor und dann noch eine Batterie zum Zwischenspeichern. Toyota hat da soviel Geld versenkt, das sie besser in die BEV-Entwicklung gesteckt hätte.

    Meine Erfahrung ist, daß sich mittelfristig die Technik durchsetzt, die den Zweck mit dem geringsten MItteleinsatz erreicht.

    Die Preise für Elektroautoakkus sind mittlerweile auf 97$/kWh gefallen.

    Im Jahr 2013 war der Preis noch bei 800$/kWh.

    (Quelle)

    Bei den E-Fuels ist das wichtigste eigentlich die Elektrolyse und die ist bei der Hochtemperaturelektrolyse jetzt schon zwischen 80-90% Wirkungsgrad, viel mehr ist da also nicht mehr drin.


    Dann muß man den H2 durch zugabe von CO2 in Methanol und anschließend das Methanol in Synthetisches Benzin umgewandeln.

    Diese 2 Prozesse haben zusammen derzeit einen Wirkungsgrad von 50-70%.

    Hier kann vlt. noch etwas verbessert werden.


    Das schlimmste ist dann aber der Verbrennungsmotor mit einem Wirkungsgrad von 25-30 % und an dem kann man leider nicht mehr viel verbessern.


    Das heist, wenn man die schlechtesten Wirkungsgrade aller Teilprozesse multipliziert, kommt man auf einen Gesamtwirkungsgrad von 10%. Wenn man wohlwohlend ist und die Besten Teilwirkungsgrade nimmt, kommt man auch nur auf 19% Gesamtwirkungsgrad.


    Selbst wenn der Umwandlungsprozess H2 zu Benzin noch von 70 auf 90% optimiert wird, wird es nicht besser als 24,3%.

    Dh. aus 4 kWh Strom werden bestenfalls 1 kWh Bewegungsenergie im Verbrennerauto.

    Und da ist das Zeug noch in Chile und muß noch hergeschippert werden.

    @Christopher Für "Nahverkehr" bis 20km kann ich mir das auch vorstellen, vlt. sowas wie elektro-Tuk-Tuks oder elekto-Dreirad-Transporter.


    Durch die Sahara würde ich aber ungern mit einem Tesla-Modell Y fahren.


    Genauso ungern würde ich im Winter von Irkuzk nach Novosibirk mit einem E-Auto fahren.

    Das muß man differenzierter betrachten.

    In Gegenden mit stabilem Stromnetz wird sich die E-Mobilität mit Sicherheit durchsetzen.


    Aber es gibt auch den globalen Süden, wo die Stromversorgung auf dem Land nicht unbedingt stabil ist.

    Da werden auch weiterhin gut wartbare, einfache Verbrenner-Autos nachgefragt werden. (Die haben aber mit den deutschen Hi-Tech Autos wenig zu tun)


    Was man auch nicht unterschätzen darf, ist, daß mit Öl und seinen Produkten, sehr viel Geld verdient wird.

    Bis die Öl-Jungs eine andere Einahmequelle haben, werden die fossile Treibstoffe so billig machen, daß das ganze nachwievor ggü. der Elektromobilität konkurrenzfähig bleibt.


    Viele Ölquellen (Offshore, Ölsand etc.) werden dann zwar unrentabel, aber solange man in Saudi nur ein Rohr in die Erde schlagen muß damit man Öl bekommt, wird das ganze noch sehr lange weitergehen.

    Weitestgehend Zustimmung, einen Punkt (den rot markierten) muss man aber relativieren. Wer sagt denn, dass E-Fuels in Deutschland oder anderen stromtechnisch schwachen Ländern produziert werden müssen? Der Vorteil von E-Fuels wäre ja weiterhin die Transportmöglichkeit, Möglichkeit zur Lagerung etc. Die Stabilität des (deutschen) Stromnetzes spielt in diesem Szenario eine untergeordnete Rolle.

    Im Prinzip ja,

    aber das hat halt auch andere Auswirkungen.

    Macht man die E-Fuels in den Wüstengegenden (ganz abgesehen von der politischen Stabilität), muß man erstmal Wasser beschaffen.

    Das wird vermutlich nur durch Meerwasserentsalzung gehen.

    Dann wird man das vermutlich nur mit PV machen können, d.h. der Elektrolyseur für die H2 Herstellung wird nachts nicht arbeiten können.

    Wenn der Elektrolyseur nicht durchläuft muß man ihn wieder am nächsten Tag auf Temperatur bringen.

    Das alles geht auf den Wirkungsgrad.

    Dann braucht man auch noch eine CO2 Quelle um aus dem H2 eine Kohlenwasserstoffverbindung zu basteln, z.b. eine Biogasanlage.

    Sowas gibts aber mangels Biomasse eher selten in Wüstengegenden.


    Oder man macht das in Windreichen Gegenden mit viel Wasser, wie Patagonien, wo die Posche E-Fuels Testanlage steht.

    Da braucht man dann aber auch eine CO2 Quelle (Biogasanlage, DAC oder CCS).

    Dann sind die E-Fuels irgendwo in Chile und müssen erst aufwändig per Schiff nach DE gekarrt werden.


    E-Fuels sind mit Sicherheit eine gute Technik um EE-Überschüsse abzufedern und klimaneutrale Treibstoffe für Bereiche bereit zu stellen, wo Elektrifizierung kein Möglichkeit ist, wie die Luftfahrt oder Schiffahrt,


    Für die Massenmobilität werden E-Fuels jedoch kaum eine Bedeutung haben

    Es gibt so "Narative" über E-Autos, die man einfach schlecht stehenlassen kann.

    wie z.B "Wenn alle elektrisch fahren, bricht das Stromnetz zusammen", das ist einfach falsch.


    Die gleichen Leute wollen dann E-Fuels, die 6 mal mehr elektrische Energie benötigen, da spielt dann die Stabilität des Stromnetzes plötzlich keine Rolle mehr.


    Ansonsten seh ich das Thema völlig entspannt, nachdem ich ja schon älter bin, muß mich der Klimawandel auch nicht mehr groß interessieren.

    Was ich schade finde ist , daß sich die Technikbegeisterung in Deutschland zurückentwickelt.

    In meiner Jugend war alles was mit Technik zu tun hatte, wie Computer, Autos, Motoräder brennend interessant für mich.

    Früher hat man sich über jede neue Art von Technik gefreut, ob das Einspritzanlagen waren oder der Videorekorder

    Heute ist bei den Deutschen eine Art Technik-Konservatismus eingekehrt, man will am liebsten Alt-Bewährtes wie einen Ölkessel oder ein Verbrennerauto. Es soll möglichst alles so bleiben wie es ist.


    Ich freue mich auch heute noch, wenn ich an meinem 33er rumschrauben kann, aber ich weiß daß das die Vergangenheit ist und nicht die Zukunft.

    Deswegen freue ich mich auch darüber, wenn ich mein Smart-Home-System so programmieren kann, daß mein E-Auto aufgeladen wird, wenn ich genug PV-Strom produziere.


    Ansonsten soll jeder machen was er will. Aber er darf, sich dann auch nicht darüber beschweren, wenn er den Geldbeutel, weiter aufmachen muß.

    Das Zauberwort ist Durchleitungsmodell.


    In AT bspw. kann ein Privatmensch einem anderen Privatmenschen der eine PV hat, den eingespeisten Strom abkaufen und so von günstigen Strompreisen profitieren.

    EIgentlich ist das sogar in einer EU-Richtline geregelt, die DE allerdings noch nicht umgesetzt hat.

    Ja gut erkannt, Laden am Arbeitsplatz wäre wohl die wichtigste Maßnahme, wenn man es wirklich mit der Verkehrswende ernst nimmt.


    Vorallem, weil dann auch Leute in Mietwohnungen, nicht auf die sündteuren öffentlichen Ladesäulen angewiesen wären.

    Im Winter ist der Strom aber eher nachts billiger,weil mehr übrig ist, da wäre dann Laden am heimischen Stellplatz besser.


    Aber wIe gesagt, ein E-Auto hat einen Akku.

    Der Deutsche fährt täglich um die 37km, ein E-Auto braucht um die 20 kWh pro 100km.

    Der BMW i4 in dem ich heute mitgefahren bin, hat 67 kWh Batteriekapazität. im Ernstfall könnte der also 9 Tage rumfahren bevor er wieder an die Ladesäule muß.

    Innerhalb von 9 Tagen, weht sicher irgendwann der Wind oder scheint die Sonne.

    Vielen Dank Herr Lehrer

    Wäre

    "Pro Tag werden in Deutschland 1.500 GWh Elektrische Energie in andere Energieformen umgewandelt."

    besser ?

    Pro Tag werden in Deutschland 1.500 GWh Strom verbraucht.


    Pro Tag werden in Deutschland von allen PKWs 1,5 Milliarden Kilometern gefahren.

    Bei einem Verbrauch von 20 kWh auf 100 km, wären das insg. 300 GWh Strom der täglich zusätzlich erzeugt werden muß, also 20% mehr als bisher.

    Wenn die E-Autos netzdienlich geladen werden, verkraftet das sogar die heutige Infrastruktur.


    z.Z werden aber täglich schon 17 GWh Strom aus PV und Windkraftanlagen abgeregelt, weil Überkapazitäten vorhanden sind. Der Anteil wird die nächsten Jahre stark ansteigen, da brauchts dann E-Autos damit der Strom weggeladen werden kann.


    Aber wir stellen ja nicht alles von heute auf morgen auf E-Autos um insofern hat die Infrastruktur noch ein bisschen Zeit, ertüchtigt zu werden.

    Wenn keine klimaneutralen Kraftstoffe angeboten werden, bzw. die Weiterentwicklung auch nicht forciert wird und der Betrieb verbleibender Verbrenner durch erhöhte Abgaben unbezahlbar wird......


    .....Dann ist das nichts Anderes, als ein Verbot durch die Hintertür.

    Du forderst doch die klimaneutralen Kraftstoffe, und die gibts halt nur als E-Fuels oder HVO.

    Und beides ist halt komplett unwirtschaftlich verglichen mit E-Autos.


    DIe Infrastruktur verkraftet die E-Mobilität recht problemlos, wenn netzdienlich geladen wird.

    Die gibts ja: Geldbeutel aufmachen, E-Fuels oder fossile Brennstoffe kaufen.

    Hab bisher nicht gehört, daß Benzin und Diesel verboten werden soll.


    Wird halt wie alles im Leben eine Preisfrage sein.

    Du kannst doch deinen 164er einfach mit fossilen Brennstoffen weiterfahren, genaus so wie ich meinen 33er. Aber mehr als für eine Landpartie bei schönem Wetter wird man sich in Zukunft nicht leisten können.


    PKW-Massenmobilität mit E-Fuels oder HVO ist eine Illusion ..

    Wenn keine klimaneutralen Kraftstoffe angeboten werden, bzw. die Weiterentwicklung auch nicht forciert wird und der Betrieb verbleibender Verbrenner durch erhöhte Abgaben unbezahlbar wird......


    .....Dann ist das nichts Anderes, als ein Verbot durch die Hintertür.

    Das Hauptproblem ist, daß man für E-Fuels viel Strom braucht.

    Wenn man mit einem Verbrenner mit Efuels 100 km fährt, kann man mit der gleichen Menge Strom im E-Auto 640km fahren.


    Daß sich E-Fuels für den PKW nicht rechnen werden, egal wieviel Weiterentwicklung da reingesteckt wird, dürfte jedem der die Grundschule besucht hat klar sein.

    https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/synthetische-kraftstoffe/#welchen-wirkungsgrad-haben-e-fuels


    Beim HVO-DIesel ist es ähnlich, nur mit Restfetten bekommt man keine relevante Menge zusammen. Steigt man mit Ölen für die extra Pflanzen angebaut werden müssen, ist die Energieeffizienz bezogen auf den Flächenverbrauch verglichen mit einer PV-Freiflächenanlage 32 mal geringer.

    Hinzukommt, daß ein Verbrennerauto eine hochkomplexe Maschine mit vielen notwendigen Nebenaggreaten und mehreren Steuerungen ist. Diese Maschine kann auch kaum mehr in Bezug auf CO2 Ausstoß und andere Abgase optimiert werden, weil sie bereits am Optimum ist. Der Autoindustrie bleibt eigentlich nichts übrig, als zumindest die Autos in der Klein und Kompaktwagenklasse auf Elektro umzustellen.


    FIndet Euch ab, der Verbrenner-PKW ist ein Auslaufmodell

    Elektroautos: Produktion boomt plötzlich – doch in Deutschland will sie keiner

    https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/elektroautos-produktion-boomt-pl%C3%B6tzlich-doch-in-deutschland-will-sie-keiner/ar-AA1vAnYt?ocid=entnewsntp&pc=EE19&cvid=dd79fb2a4eb0450d9e1aea163b8675b3&ei=13



    Insgesamt wurden in den ersten elf Monaten des Jahres 2024 mit 1,1 Millionen Einheiten fünf Prozent mehr Elektrofahrzeuge als im Vorjahr produziert.

    Die Nachbarn kaufen also ganz gerne deutsche E-Autos, nur der Michl schmollt seitdem die E-Auto Förderung gestrichen wurde.


    Die letzten Jahre wurde alles, was irgendwie zu Lasten der Arbeitnehmer ging, im Aufsichtsrat vom Land Niedersachsen und der Arbeitnehmerseite verhindert.

    Bei der IGM und der Arbeitnehmervetretung ist das natürlich in Ordnung, beim Anteilseigner Niedersachsen ist das aber bedenklich.


    Daß der VW-Vorstand da gravierende Fehler gemacht hat , weil man in den guten Jahren den Weg des geringsten Widerstands gegangen ist und nicht umstrukturiert hat, ist offensichtlich.

    Dazu hätte aber gehört, daß man Personal und Werke reduziert und auch die Dividenden zusammenstreicht um Geld für die Umstrukturierung zu haben.

    Das wollte auch keiner und deswegen ist die Lage heute wie sie ist.


    Ich verstehe jeden VW Mitarbeiter, der jetzt um seine Zukunft bangt.

    Aber noch schlimmer wirds wahrscheinlich , wenn man die notwendigen Werksschließungen jetzt weiter aufschiebt.


    Der Automarkt ist im Umbruch und man kann die alten Zeiten nicht wieder herbeiwünschen.


    Deswegen finde ich es beschämend das jetzt zu versuchen auf den Rücken der Beschäftigten austragen zu wollen. Noch schlimmer finde ich das von der Führungsetage überhaupt keine Selbstkritik an der Firmen und Produktpolitik zu hören ist.

    VW hat einfach 1 bis 3 Werke in Deutschland zu viel. Und sie verkaufen zu wenig Autos, weil die Chinesen mittlerweile lieber chinesische Autos kaufen. Neue Absatzmärkte für teure in DE produzierte VWs gibt es nicht und die bisherigen schwächeln.

    Jetzt kann man natürlich warten, bis alle Boomer in Rente sind und so den Personalbestand reduzieren, an der Überkapazität an Produktionsanlagen ändert das. Ein Werk hat einfach imense FIxkosten, selbst wenn die Belegschaft reduziert wurde.


    Das Schlimme wird sein, daß die topmodernen Werke in Emden und Sachsen wahrscheinlich daran glauben müssen, weil die nicht unter dem Schutz der Niedersächsischen Regierung stehen.

    Man kann in DE gewinnbringend Autos produzieren und verkaufen.

    Dafür muß man aber im Premiumsegment wie BMW und Mercedes sein.


    Ein Markensammler wie Stellantis, der in der Hauptsache Marken hat, die mit Ford, Renault und VW konkurrieren, hat ganz andere Margen. Das geht in Ländern mit hohen Energiekosten und Lohnkosten wie DE und IT kaum noch.


    Umsonst werden die preiswerteren Autos aus dem VW Konzern nicht in der Slowakei gebaut.

    Und Dacia trägt 15% zum Konzerngewinn von Renault bei.

    Wollen und fordern, kann man leicht was.


    Die Probleme sind die gleichen wie bei VW.

    Zu viele Werke

    Zu wenig Nachfrage

    Zu hohe Kosten

    Zu spät auf E-Mobilität gesetzt


    Letzten Endes hat Stellantis gegen die Chinesen keine Chance, wenn sie nicht in Polen, Marokko und Serbien produzieren


    Hinzu kommen die zu hohen Energiekosten weil Italien, immer noch zur Stromerzeugung hauptsächlich auf Gas und Importe setzt. (Trotz ewig langer Küstenlinie nur 11,3 GW Windkraftanlagen und nur 22 GW PV hat, obwohl die Sonne dort viel besser scheint als bei uns ).


    Wie es besser geht zeigen Spanien und Portugal, dort entstehen auch die neuen Werke.