Alles anzeigen...Halbwahrheiten...
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Mit genau meine ich, z.B. daß es physikalisch unmöglich ist, das ein Akku bei geringen Entladeströmen seine Kapazität
erhöht.
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Leider ist das Thema Akkus und Batterien so komplex, dass man auf Forenbeitragsgröße geschrumpft nur von Halb- oder Hundertstelwahrheiten sprechen kann.
Ausführlich abgehandelt würden ein oder mehrere Bücher draus werden.
Natürlich erhöht sich nicht die Nennkapazität des Akkus, aber je höher der Entladestrom ist, desto geringer ist die Ladungsmenge, die man maximal entnehmen kann.
Das liegt zum einen, dass die Chemie im Akku auch eine Zeit benötigt, zum anderen einfach am Innenwiderstand, an dem bei höherem Strom eine höhere Spannung abfällt, was dazu führt, dass die Enladeschlussspannung früher erreicht wird.
Ich habe eben mal die Starterbatterie-Norm (DIN EN 50342-1 (9/2016)) überflogen:
Die Nennkapazität der Starterbatterie wird auch 20-Stunden-Kapazität genannt.
Ermittelt wird sie im Versuch bei 1/20 C (also bei der 74 Ah Batterie 3,7 A), die Batterie steht im 25°C kühlem Wasserbad und hat zum Ende noch 10,5 V.
Sie wird also mit geringem Strom entladen. (Jetzt weiß ich, wie die Nennkapazität ermittelt wird, letzte Nacht noch nicht
)
Mit dem "echten Leben einer Starterbatterie" hat dieser Versuch sehr wenig zu tun.
Von daher würde ich auch erwarten, dass man die 70mA-Ruhestrom Rechnung so durchführen kann, wie Du es oben gemacht hast.
Sobald höhere Ströme entnommen werden, wird die maximal entnehmbare Ladungsmenge unterhalb der Nennkapazität liegen.
Lass mal lieber über abgerissene Krümmerbolzen oder Zünd- und Glühkerzen philosophieren, die sind wenigstens ehrlich ![]()