Da mich ein nicht näher genanntes Portalmitglied mit dem
Kringelvirus infiziert hat – Namen werden hier keine genannt, aber
wir wissen wer Schuld ist
– und mein 145 V6 grundsätzlich nicht
für den Track konzipiert ist, geistert nun ein neues Projekt in meinem Kopf
herum. Diesmal soll es eine deutlich kompromislosere Ausrichtung auf Rundkurs geben. Dennoch soll am Ende auch hier eine Straßenzulassung
erfolgen.
Als Eckdaten – aus der Erfahrung mit
dem V6 – habe ich mir für das neue Projekt folgende Anforderungen
an das Tracktool vorgestellt...Vierzylinder, Allrad und Turbo. Die
Fahrzeugwahl fiel direkt auf den 155 Q4. Ausserdem war der 155 Ende der 90er für mich ein kleiner Traum nur finanziell leider unerreichbar. Also jetzt zwei Fliegen mit einer Klappe oder so ähnlich.
Bereits Anfang letzten Jahres hatte ich
meine Fühler nach einem entsprechenden Kandidaten ausgestreckt. Wie
der Zufall es so wollte, hatte ich zwei der raren Exemplare ausfindig
machen können. Nach der Devise „haben ist besser als brauchen“
zogen mit einigen Monaten Abstand dann doch beide Q4 (Baujahr '94 und
'92) im heimischen Quhstall ein. Ursprünglich vor dem Hintergrund
einen von beiden als Ersatzteilspender zu nutzen, entpuppte sich der
'92er Q4 allerdings als zu gut für einen Teilespender. Statt dessen
werde ich versuchen diesen im Originalzustand zu belassen und Stück
für Stück restaurieren.
Als Basis für das Tracktool wird nun
der '94er Q4 zum Einsatz kommen. Bevor es aber soweit ist werden noch
etliche Monde vergehen, viele Flüche gesprochen und viel Blut,
Schweiß und Rostlöser fließen.
Die Basis kurz nach der Anlieferung.
Anlieferung_01.jpg
Anlieferung_02.jpg
Anlieferung_03.jpg
Anlieferung_04.jpg
Anlieferung_05.jpg
Da es ein Tracktool werden soll, habe
ich mich entschieden im Innenraum eine Einschweißzelle einbauen zu
lassen. Damit das realisiert werden kann, muss erstmal alles raus.
Ausserdem erfolgt in diesem Atemzug auch eine Bestandsaufnahme der
Karosserie und die erforderliche Reparatur durch einen
Karosseriebauer.
Also...los geht’s! 
Der erste Schritt war der Ausbau der
Sitze, der Teppiche und sämtlicher Verkleidungen. Dabei habe ich
mich vom Kofferraum beginnend nach vorne durchgearbeitet. Parallel
dazu wurden alle Kabelbäume und die entsprechenden elektrischen
Komponenten ausgebaut.
Innenraum_01.jpg
Innenraum_02.jpg
Innenraum_03.jpg
Nun ist der Innenraum so gut wie leer.
Innenraum_04.jpg
Zweiter Schritt war die Demontage der
Stoßfänger, der Seitenscheiben und einiger Teile aus dem Motorraum.
Um die Sache einfacher zu gestalten zog
dann zwischenzeitlich eine zweite Hebebühne im Quhstall ein und der
Q4 musste umziehen.
Hebebühne.jpg
Damit war es jetzt möglich alle
Komponenten der Unterseite wie Abgasanlage, Antriebsstrang und Tank
sowie den Motor auszubauen.
Tankausbau.jpg
Hinterachse.jpg
Motorausbau.jpg
Nachdem der Motor raus war, konnten
weitere Komponenten – insbesondere die Kabelbäume – dem
Motorraum entnommen werden.
Motorraum.jpg
Ein großer Teil des Zerlegens ist
geschafft. Jetzt geht es erstmal mit dem '92er Q4 weiter, denn da soll
als erstes der Motor raus, damit beide Motoren zeitgleich zum
Motoreninstandsetzer gehen können.
Fortsetzung folgt... 