Guten Morgen,
Irgendwo hat mich das jetzt bei der "Schrauber Ehre" gepackt, und ich habe mir mal die Funktion eines Hydros wieder genau angeguckt:
Ein in der Schachtel gelagerter Hydro "längt" sich.
Die Spielausgleichsfeder drückt Druckbolzen und Führungshülse auseinander, über das Kugelventil wird Medium angesaugt, Luft oder Öl, je nachdem was da ist.
Ist der Hydro eingebaut will die Ein- oder Auslassventilfeder den Hydro zusammen drücken, das gelingt, wenn Öl über den Ringspalt abfließt.
Bei laufendem Motor bekomme ich aus Zusammenspiel von Öldruck, Spielausgleichs-Ventil und -Feder, dem Ringspalt und den E-/A-Ventilen den Spielausgleich.
Also übernehmen doch im eingebauten Zustand die Ventilfedern das "Leerdrücken" über den Ringspalt.
Ein schnelleres manuelles Leerdrücken im ausgebautem Zustand bekäme ich doch nur hin, wenn ich das Kugelventil betätigen könnte.
Außerdem würde, in der Zeit, die ich brauche, um alles zusammen zu bauen, die Spielausgleichsfeder wieder versuchen den Hydro zu längen.
Nach den anfangs geschilderten Symptomen hat der Motor aber gar keine Kompression, d.h. pro Zylinder steht mindestens ein Ventil offen..
Allein durch die Hydros verursacht kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen.
Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber Du solltest auch die Möglichkeit krummer oder steckender Ventile oder völlig falscher Steuerzeiten nochmal prüfen.
