Bei so vielem technischen Verständnis und perfekt konfektionierter Genuss- äh Gemischführung gebe ich eine dritte aus ![]()
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Beiträge von Doc Tom
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Darauf ein gemeinsames Pfeifchen


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Ein Grund mehr, froh zu sein, kein Selespeed zu haben...

Weiter hinten im Radhaus, bei der Sirene, würde man die ECU auch ganz gut unterbringen können (würde halt schwerhörig, die arme...). Kabellängen sollten bei den Strömen und Frequenzen kein Problem darstellen.
Schönen Abend!
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Foddo gibs noch nich, ist ja noch am werden. ECU kommt unter die seitliche schwarze ABS-Abdeckung über dem in Fahrtrichtung linken vorderen Radhaus. An dem Träger, an dem auch der Kühler von der Servolenkung ist, lässt sich das Teil gut vibrationsgedämpft befestigen, und man kommt von oben gut dran. Bitte noch um Geduld, ich werde die Vorgehensweise genau beschreiben.
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Ein bekanntes Thema: Ausfälle der Motorsteuergeräte durch Hitzestau, ECUs kaum erhältlich. Längerfristiger Gedanke: Wie mache ich die Elektronik für die nächsten Jährchen haltbarer...
Primär hatte ich Versuche gemacht mit Isolation der ECU vom Plenum (anfangs gute Kühlung durch Ansaugluft, bei durchgeheiztem Motor aber über viele Stunden anhaltender Hitzestau), Hitzeschutzblechen (sind irgendwann auch alle durcherhitzt) und Zwangsbelüftung (unvermeidbarer Kompromiss aus stundenlangem Nachlaufen der Ventilatoren und Batteriekapazität). Man kann mit diesen Massnahmen zwar die starkste Auspuffhitze abhalten, aber nicht verhindern, dass die ECU über längere Zeit auf gemessene 70-80 Grad Celsius durcherhitzt wird, und das ist für die Elektronik und vor allem den leitfähigen Kleber, der in der ME 7.3.1 verwendet wurde, auf die Dauer zu viel.... wie man weiss.
M. E. die einzig vernünftige Option ist die Verlagerung der ECU in kältere Zonen des Fahrzeugs. Innenraum ist ohne grössere Massnahmen keine Option, vor allem, wenn man die Originalität des Autos/ Rückbaufähigkeit bedenkt. Daher ist auch eine Verlängerung der Kabelbäume am Fahrzeug für mich keine Option (abgesehen davon, dass man an den fahrzeugseitigen (A- oder F-Stecker) nicht gut rankommt. Daher das Konzept, komplette Kabelbäume mit zugehörigen Steckern und Buchsen herzustellen, um das Steuergerät in den vorderen linken Motorraum über dem Radhaus unter der Kunststoffabdeckung versetzen zu können. Ist eine schöne Arbeit für lange Winternächte. Ich bin schon das ganze Jahr am Suchen und Probieren und noch mittendrin, es wird aber langsam.
Heute mal ein paar Worte zur Materialsuche:
Stecker (die also auf der ECU eingesteckt werden): 1) Originalkabelbäume zu opfern kommt natürlich nicht in Frage. 2) Die Stecker für A und B auf der ECU sind verschieden. 3) Die Stecker sind von TE Connectivity nicht mehr erhältlich.
Der motorseitige Stecker B ist der untere der beiden auf dem Bild, mit den zentralen Nasen und Nasen am vorderen Ende. Diesen bekommt man verhältnismässig preiswert aus einem Motorkabelbaum von z.B. einem 147 1,6 TS. Die Verwendung eines Vierzylinder-156-Kabelbaumes ist nicht möglich!
Den fahrzeugseitigen Stecker A (oben auf dem Bild mit den beiden zentralen Nasen) könnte man natürlich aus einem Schrottfahrzeug entnehmen, es geht aber auch anders, nämlich mit einem Motorkabelbaum (!) eines jeden Opel Zafira/ Astra/ Vectra mit dem 2,2 Liter Benzinmotor. Glücklicherweise ist dieser bei Opel motorseitige Stecker der bei den Alfas fahrzeugseitige. Den Kabelbaum gibt es auch recht preiswert in den einschlägigen Buchten.
Buchsen (die an den originalen Steckern angeflanscht werden): Stellen ein nicht unerhebliches Problem dar: 1) Aufgrund des PIN-Versatzes von 1,27mm (Hälfte des bekannten Rastermasses von 2,54mm) sowie des Versatzes der Reihenabstände der PINs ist eine Standardplatine nicht geeignet. Hatte daher zuerst die Idee, eine Kleinserie von Platinen herzustellen (habe ich früher oft gemacht), fand aber dann eine bessere Lösung (siehe unten). 2) Der Versuch, ein billiges ME 7.3.1 Steuergerät aus einem Alfa zu verwenden und die Kabel direkt anzulöten, scheiterte daran, dass die Kontakte umfänglich vergossen und daher nicht zugänglich sind (siehe Bild).
Die Lösung kommt (man glaubt es nicht) wieder von Opel, denn in den Steuergeräten (aus dem 2,2 Liter Benziner z.B.) sind noch konventionell gelötete Stecker verbaut worden. Bekommt man in optisch desolaten Zustand für etwa 20€ (siehe Bilder). Als Gehäuse habe ich eines aus Aludruckguss von Conrad verwendet (siehe Bild). Zum Schluss sieht das so aus wie auf dem letzten Bild.
Kabel ist ein handelsübliches fahrzeuggeignetes FLRY mit 0,75mm² Leitungsquerschnitt, man benötigt etwa 80m.
Die Verarbeitung der Materialien zu einem halbwegs Ganzen gibt es beim nächsten Mal...
Viele Grüsse, Thomas
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Hallihallo,
es geht darum, das Auto für die nächsten Jahrzehnte haltbar zu machen. Es ist schon richtig, die Bauteile halten auch 200 Grad aus, aber nicht die Lötungen und schon gar nicht der Leitkleber (Hauptursache für die ECU-Ausfälle). Neben der Hitze ist eventuell auch die Dauervibration durch den Motor ein denkbares (Dauer-) Problem.
Computerzeugs ist auf eine viel kürzere Lebensdauer ausgelegt, manche Schaltnetzteile gehen doch schon nach 2 Jahren hopps
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Misch ich mich jetzt auch mal in das Thema ein...
Wie gesagt, hatte ich Versuche gemacht mit Isolation der ECU vom Plenum (anfangs gute Kühlung durch Ansaugluft, bei durchgeheiztem Motor aber über viele Stunden anhaltender Hitzestau), Hitzeschutzblechen (sind irgendwann auch alle durcherhitzt) und Zwangsbelüftung (unvermeidbarer Kompromiss aus stundenlangem Nachlaufen der Ventilatoren und Batteriekapazität). Man kann mit diesen Massnahmen zwar die starkste Auspuffhitze abhalten, aber nicht verhindern, dass die ECU über längere Zeit auf gemessene 70-80 Grad Celsius durcherhitzt wird, und das ist für die Elektronik und vor allem den leitfähigen Kleber, der in der ME 7.3.1 verwendet wurde, auf die Dauer zu viel.... wie man weiss.
M. E. die einzig vernünftige Option ist die Verlagerung der ECU in kältere Zonen des Fahrzeugs. Innenraum ist ohne grössere Massnahmen keine Option, vor allem, wenn man die Originalität des Autos/ Rückbaufähigkeit bedenkt. Daher ist auch eine Verlängerung der Kabelbäume am Fahrzeug für mich keine Option (abgesehen davon, dass man an den fahrzeugseitigen (A- oder F-Stecker) nicht gut rankommt. Daher das Konzept, komplette Kabelbäume mit zugehörigen Steckern und Buchsen herzustellen, um das Steuergerät in den vorderen linken Motorraum über dem Radhaus unter der Kunststoffabdeckung versetzen zu können. Ist eine schöne Arbeit für lange Winternächte. Ich bin schon das ganze Jahr am Suchen und Probieren und noch mittendrin, es wird aber langsam.
Heute mal ein paar Worte zur Materialsuche:
Stecker (die also auf der ECU eingesteckt werden): 1) Originalkabelbäume zu opfern kommt natürlich nicht in Frage. 2) Die Stecker für A und B auf der ECU sind verschieden. 3) Die Stecker sind von TE Connectivity nicht mehr erhältlich.
Der motorseitige Stecker B ist der untere der beiden auf dem Bild, mit den zentralen Nasen und Nasen am vorderen Ende. Diesen bekommt man verhältnismässig preiswert aus einem Motorkabelbaum von z.B. einem 147 1,6 TS. Die Verwendung eines Vierzylinder-156-Kabelbaumes ist nicht möglich!
Den fahrzeugseitigen Stecker A (oben auf dem Bild mit den beiden zentralen Nasen) könnte man natürlich aus einem Schrottfahrzeug entnehmen, es geht aber auch anders, nämlich mit einem Motorkabelbaum (!) eines jeden Opel Zafira/ Astra/ Vectra mit dem 2,2 Liter Benzinmotor. Glücklicherweise ist dieser bei Opel motorseitige Stecker der bei den Alfas fahrzeugseitige. Den Kabelbaum gibt es auch recht preiswert in den einschlägigen Buchten.
Buchsen (die an den originalen Steckern angeflanscht werden): Stellen ein nicht unerhebliches Problem dar: 1) Aufgrund des PIN-Versatzes von 1,27mm (Hälfte des bekannten Rastermasses von 2,54mm) sowie des Versatzes der Reihenabstände der PINs ist eine Standardplatine nicht geeignet. Hatte daher zuerst die Idee, eine Kleinserie von Platinen herzustellen (habe ich früher oft gemacht), fand aber dann eine bessere Lösung (siehe unten). 2) Der Versuch, ein billiges ME 7.3.1 Steuergerät aus einem Alfa zu verwenden und die Kabel direkt anzulöten, scheiterte daran, dass die Kontakte umfänglich vergossen und daher nicht zugänglich sind (siehe Bild).
Die Lösung kommt (man glaubt es nicht) wieder von Opel, denn in den Steuergeräten (aus dem 2,2 Liter Benziner z.B.) sind noch konventionell gelötete Stecker verbaut worden. Bekommt man in optisch desolaten Zustand für etwa 20€ (siehe Bilder). Als Gehäuse habe ich eines aus Aludruckguss von Conrad verwendet (siehe Bild). Zum Schluss sieht das so aus wie auf dem letzten Bild.
Kabel ist ein handelsübliches fahrzeuggeignetes FLRY mit 0,75mm² Leitungsquerschnitt, man benötigt etwa 80m.
Die Verarbeitung der Materialien zu einem halbwegs Ganzen gibt es beim nächsten Mal...
Viele Grüsse, Thomas
ECU Delphi Opel 2,2 Oberseite.jpg
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Ooookay, bei solch einer Ärztin muss ich mir um Euch ja keine Sorgen mehr machen.....
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Na so was,
kaum ist man zwei Monate im Urlaub, findet man eine derartige Fülle von netten Kommentaren! Bitte um Verzeihung, dass ich nicht eher geantwortet habe, mit einer solchen Reaktion habe ich nicht gerechnet.
Werde versuchen, meiner Funktion als Arzt gerecht zu werden..... eines ist aber klar: Eine Heilung einer Alfavirusinfektion ist unmöglich. Bestenfalls kann man die Symptome lindern. Tierärztliche Massnahmen helfen da gar nicht, viel zu schwach, das Zeugs. Das einzige Rezept, das ich kenne, ist der Erwerb und die Pflege des entsprechenden Altmetalls. Insbesondere die Pflege kann derart aufwendig sein, dass man überhaupt keine Zeit mehr hat, sich um die Infektion Sorgen zu machen...
So, nun zum ernsten Teil der Therapie, es geht gleich um ein lebenswichtiges Thema bei meiner 156 GTA, Symptom Überhitzung des Steuergerätes mit Functio laesa und gelegentlichem Exitus letalis. Nachdem alle meine Versuche mit Isolation des ECU mittels Hitzeschilden sowie Zwangskühlung (ohne gleich die Motorhaube zu durchlöchern oder die hintere Dichtlippe der Motorhaube zu opfern) nicht getaugt haben, die ECU-Temperatur dauerhaft unter 50 Grad zu bringen, habe ich mich nun entschieden, die ECU in den linken vorderen Motorraum über dem Radhaus zu transplantieren. Die Herstellung von Kabeln und Steckern ist einigermassen aufwändig, aber mit einigen Kniffen auch mit relativ preiswert erhältlichen Teilen möglich. Bin gerade mitten drin.
Falls Interesse bestünde, würde ich einen Forumsbeitrag über das Thema erstellen. Bitte ggf. um Rückmeldung.
Ansonsten hilft gegen einige der infektionsbedingten Symptome (Versagensängste, depressive Verstimmung, Verarmungswahn etc.) auch ein oder zwei Bierchen oder ein schöner irischer Whiskey. Allerdings ist es für einen Arzt nicht unproblematisch, eine Sucht mit einer anderen behandeln zu wollen....
In diesem Sinne einen schönen Abend!
Beste Grüsse, Thomas
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Hallo zusammen,
schönen guten Abend aus Pullach bei München. Bin neu in diesem Forum, sieh mal einer an....
Bin Arzt, habe eine nette Frau und drei meistens auch nette Kinder. Hatte schon als Student eine (ziemliche rostige) Alfetta GTV in Rosso Alfa, habe dann nach langer Suche eine sehr gut erhaltene GTV 2000L in der Schweiz gefunden (in Blu Olandese). Habe das gute Stück nun durch eine 156 GTA Sportwagon (in Sterling Silver, für jeden salzfreien Tag) ergänzt. Bin stets auf der Suche nach guten Teilen und Informationen zur GTA, insbesondere zu Diagnose- und Programmiermöglichkeiten der Motorelektronik.
Allen Forumsmitgliedern eine gute Fahrt!
Thomas