Guten Abend, liebe Leute,
die uns allen wohlbekannte und geschätzte Automobilfirma Alfa Romeo hat es wieder mal spannend gemacht und mir ein paar zusätzliche graue Haare verpasst. Was aber nicht weiter von Bedeutung ist, da ich nur noch graue Haare habe. Aber der Reihe nach:
Es geht zum Abschluss meines Experimentes heute um die Installation und Erprobung der Kabelbäume am lebenden Objekt, in diesem Falle meiner 156 GTA Sportwagon von 2004.
Das Bild zeigt den „Versuchsaufbau“ mit noch improvisiertem Kabelbaum und externalisiertem Steuergerät mit eigener Masse (wichtig). Also Notebook an die OBD-Buchse, Multiecuscan starten, Zündung an, die Spannung steigt, Fahrzeugprüfung…. Türe vorne links offen…. Okay ?… Motor starten, springt nur mässig willig an, MES beschwert sich sofort, Fehlercode P0430, Phasensensor… Mist…
Kabelbaum doch nicht in Ordnung trotz vielfacher Kontrolle? Zündung aus, Batterie abgeklemmt, Kabelbäume raus, durchgemessen... alles in Ordnung… Steuergerät wieder an der originalen Stelle verkabelt, alles einwandfrei… 
Die Lösung des Problemes ergab sich, nachdem ich die Belegung der im Auto original vorhandenen Stecker zum Steuergerät geprüft hatte. Entgegen der Angabe in Elearn ist Pin M51 (also am motorseitigen Stecker) doch belegt…. grmmbl……
also entsprechenden Kabelbaum auseinandergefriemelt, zusätzliches Kabel an Position M51 durchgeschleift, alles wieder eingebaut, und…. keine Fehlermeldung mehr, jippiyeah
. Auf die Alfafritzen kann man sich ein ums andere Mal verlassen, das ist ja das schöne an der Firma, immer für Überraschungen gut…. 
Nach erfolgreichem Testlauf habe ich den Kabelbaum endgültig fertiggestellt. Dazu habe ich das aus den gebrauchten Kabelbäumen abgewickelte Stoffband verwendet, es verklebt nicht ganz so arg wie Tesaband o.ä. Alle 15cm habe ich das Stoffband mit etwas Tesaband gesichert (Bild). Abschliessend noch Wellrohr von 20mm Stärke rum, und fertig ist die Sause. Sieht ja ganz anständig aus (Bild).
Die endgültige Installation erfolgte mit Gummilagerung sowohl der Stecker als auch des Steuergerätes (Bilder). Die Stromaufnahme des Steuergerätes im erhöhten Leerlauf beträgt ca. 4,5 Ampere und bei Vollgas sicher noch ein bisschen mehr, schliesslich wollen Drosselklappenmotor, Injektoren und Zündspulen gut versorgt sein. Ein kräftiges Massekabel ist also sicherlich kein Nachteil. Die ganze Geschichte sieht, wie ich finde, auch ganz erträglich aus, die beiden Kabelbäume fügen sich ganz gut ein und stören nicht allzu sehr, genauso wie die Buchsengehäuse (Bild).
Die grade eben durchgeführte erste Probefahrt war eine reine Freude. Aufgrund der hohen Stromaufnahme des Steuergerätes heizt es sich selbst auch ein wenig auf, an der recht gut belüfteten Einbaustelle hinter dem linken Scheinwerfer beträgt die Temperatur während der Fahrt um die 29 bis 32 Grad Celsius. Nach dem Abstellen wird es dem Steuergerät unter der Haube natürlich auch etwas wohliger, die Temperatur stieg nach etwa 45 Minuten Standzeit bis maximal 43 Grad an. Im Vergleich zum ursprünglichen Einbauort wird die ECU jetzt wahrscheinlich frieren... Keinerlei Fehlermeldungen vom MES. Das Auto läuft ganz sauber, zeigt keinerlei Unregelmässigkeiten im Leerlauf, bei der Gasannahme oder bei Volllast, der Motor hängt gierig am Gas wie eh und je. Turbolader braucht kein Mensch… nur einen Busso-Motor 
Jetzt muss die Geschichte nur noch haltbar sein… ich denke aber, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Was tut man nicht alles für seine Schätzchen... Ich werde berichten.
Ich hoffe, dass der ein oder andere sich auch daran macht, das Steuergerät auszulagern. Freue mich über jeden Kommentar!
Schönes Wochenende, viele Grüsse, Thomas
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