nein, es lag nicht an der Ölkrise... dazu später:
1967 feierte man die 28. Weltausstellung in Montreal als 100 Jahre "Man and his World" und lud nur eine Automobilfirma zur Eröffnung ein.
So zeigte Alfa Romeo in einem eigenen Pavillon "Man and the Procedur" wie man sich ein Auto der Zukunft vorstellt.
Es war der Prototype Montreal; geschaffen von Bertone auf einem Chassis der 105er Serie, also dem Fahrwerk der Giulia.
Jedoch war er nicht als Serienfahrzeug geplant.
Durch das große Interesse entschloss man sich,
4 Jahre später eine Serie zu starten.
So erfolgte die Auslieferung erst zum Herbst 1971 und ab 1972 in Deutschland.
Man nahm den Motor des Rennwagens Tipo 33 als Basis und vergrößerte den Motor von 2.0 auf 2.6 Liter,
reduzierte die Leistung von 400 auf 200 PS.
225 km/h schnell, sehr schnell für die damalige Zeit.
Aber das Fahrwerk war mit dieser Leistung überfordert.
Man konnte den Wagen sehr schnell fahren, jedoch NICHT im Grenzbereich.
In den 6 Jahren der Produktion gab es zahlreiche Kinderkrankheiten, die man schwer in den Griff bekam.
Bremsen und das Fahrwerk waren die gesamte Zeit nicht zu verbessern.
Sie waren mit dem Gewicht und der Leistung absolut überfordert.
Dieses Dilemma zeigte sich auch in einigen Fahrberichten und Vergleichstest.
Daher nahm man den Montreal nach 3917 Fahrzeugen 1977 aus der Produktion.
Die letzten Modelle standen wie Blei bei den Händlern, die sich auch schon bei der gewünschten Abnahmen, sehr zurück hielten.
So wurden diese Modelle nur über den massiven Preisverlust, weit unter Wert verschleudert.
Man "begründete" den schlechten Abverkauf mit der weltweiten Ölkrise...
die aber vordergründig nicht das Problem machte.
Gruß
Holger