Grenzwertüberschreitungen in den Städten
Die Überschreitungen der von der Europäischen Union vorgegebenen Grenzwerte haben vielfältige Ursachen. Beim Feinstaub (PM) sind (ohne Berücksichtigung natürlicher Feinstäube) Brems- und Reifenabrieb und vor allem die Aufwirbelung des bereits am Boden liegenden Staubs (Suspension) die Hauptursachen. Der Anteil vom Dieselruß (Pkw und Lkw) macht dabei rund ein Drittel des anthropogenen Feinstaubanteils aus. Neben dem Verkehr gibt es schließlich noch den Hausbrand (vor allem die beliebten Kaminöfen), Kraftwerke, Rohstoff-Güterumschlag (Sand, Kies, Kohle etc.) und sonstige Industrie-Feinstaubemissionen sowie sonstige Verbrennungen (beispielsweise die beliebten Osterfeuer in Norddeutschland).
Laut Umweltbundesamt trägt dies (LKW und PKW zusammen) im Gesamten in Berlin zu über 58 % zur PM10-Belastung bei. Gemessen werden bisher allerdings meist nur die PM10-Werte und nicht die noch feineren kanzerogenen und abgastypischen Partikel. In einigen Städten, wie beispielsweise in Wien, werden an manchen Messpunkten auch die kleineren Partikel mit 2,5 µm gemessen.[9]
Bei den Stickoxidwerten ist dagegen tatsächlich der Kraftfahrzeugverkehr (auch der von Nonroad-Fahrzeugen wie Baumaschinen, Gabelstapler, Traktoren etc.; aber auch von Rasenmähern, Motor-Kettensägen, Staub-/Blattbläsern etc.) der Hauptverursacher. Der Stickoxidausstoß all dieser Verbrennungsmotoren beträgt weit über 50 % der gesamten Stickoxidemissionen.