Beiträge von 156GTAs

    Eine Rückfrage zum Eingangspost habe ich noch.


    Dort steht, ihr habt Teile für Fahrzeuge von Audi, BMW, Jaguar und Ferrari wieder verfügbar gemacht. Das hatte ich zunächst als Zusammenarbeit mit OEM Herstellern oder Zulieferern gelesen. Nach eurer zweiten Antwort verstehe ich es eher so, dass es Nachfertigungen für Fahrzeuge dieser Marken waren, also Teile für private Halter. Könnt ihr das einordnen?


    Konkret würde mich interessieren:

    – Waren das Aufträge von Herstellern oder Zulieferern, oder Nachfertigungen für Fahrzeuge in Privatbesitz?

    – Um welche Art von Bauteilen ging es – Innenraum und Halterungen, oder auch funktions- beziehungsweise sicherheitsrelevante Teile?

    – Arbeitet ihr mit einem QM-System, dokumentierten Prozessen, Werkstoffkennwerten und Erstmusterprüfung?


    Hintergrund: Halter, Clips und Gehäuse konstruiere und drucke ich selbst – dafür bin ich schlicht nicht eure Zielgruppe. Interessant wäre für mich ein Ingenieurbüro mit Fertigung oder Partnern, das dort anfängt, wo es für den Einzelnen (privat) nicht mehr geht: Werkstoffauswahl mit Nachweis, reproduzierbare Prozesse, Gutachten und Eintragungsfähigkeit. Genau dieser Anspruch steckt in meiner Wunschliste, die Teile darin habe ich bewusst gewählt.


    Viele Grüße

    Hallo und willkommen im Forum!


    Ich mache mal den Anfang mit der Baureihe, die mich am meisten begeistert: dem 156 GTA.


    – Schachtleisten außen (alle vier Türen): seit Jahren ersatzlos entfallen

    – Dichtungen der hinteren Fenster: vorne glaube ich noch lieferbar, hinten nicht

    – Türdichtungen am Einstieg: reißen ein und lassen Wasser durch

    – Radhausschalen vorn (GTA-spezifisch): neu weg, gebrauchte praktisch immer eingerissen

    – Kotflügel vorn (GTA-eigene, stärker ausgestellte Teile): neu nicht mehr zu bekommen, gebrauchte meist am Übergang zur Stoßstange durchgerostet. Ob Stahl oder Carbon, wäre mir zweitrangig, Hauptsache, Kontur und Passung stimmen. Interessant wäre zusätzlich eine um ca. 30 mm verbreiterte Version für breitere Felgen an der Vorderachse

    – Streuscheiben für die Xenon-Scheinwerfer

    – Frontschürze, Seitenschweller, Heckschürze: fehlt praktisch alles ;-) gern aus CFK

    – Carbon: Dachhaut, Türen und Motorhaube fände ich persönlich interessant


    Bei allen Anbauteilen bleibt die Frage nach den Teilegutachten bzw. eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zur Eintragungsfähigkeit ist wünschenswert.



    Viele Grüße

    Meine allgemeine Kaufcheckliste für den Alfa 159

    Bewertung pro Punkt:

    • OK = kann man mit leben
    • REP = muss gemacht werden, Kosten notieren und vom Preis runterhandeln
    • STOPP = Kauf abbrechen, nächstes Auto

    Grundregel: Alle REP-Posten zusammenzählen. Über 1.500 Euro insgesamt oder ein einziges STOPP -> weiterfahren und das nächste Angebot anschauen. Nicht diskutieren, nicht verlieben.


    Mitnehmen: Taschenlampe, OBD-Bluetooth-Adapter (10 Euro), Lappen, Magnet, Checkliste, jemand Zweites zum neutralen Draufschauen.


    Vorab am Telefon

    • Scheckheft oder Rechnungsordner vorhanden? Lückenlos = gut. Gar nichts = beim JTS-Benziner gleich lassen, bei den anderen dickes Warnsignal.
    • Steuerkette (JTS) bzw. Zahnriemen (Diesel/TBi) gewechselt? Mit Rechnung?
    • Ausdrücklich aussprechen: Motor bitte kalt lassen. Wenn der Wagen bei der Ankunft warm ist, dann war das beabsichtigt. Dann entweder einen anderen Termin vereinbaren oder besser gleich STOPP.
    • Wie viele Vorbesitzer, letzte HU-Berichte da?

    Karosserie und Rost

    • Radläufe hinten, Türunterkanten, Bereich Heckklappe. Flugrost = OK. Blasen/Ansatzrost = REP, 300-600 fürs Machen lassen. Durchrostung = STOPP.
    • Unterboden und Achsträger anschauen, am besten auf der Hebebühne. Oberflächenrost normal. Tragende Teile angegriffen = STOPP, das wird ein HU-Thema.
    • Auspuff: angerostet, aber dicht = OK. Endtopf durch = 200-350. Ganze Anlage marode = 600+, dann lohnt es kaum noch.
    • Spaltmaße vergleichen, mit dem Magneten über verdächtige Stellen (Spachtel) streichen. Verzogene Spaltmaße oder verschwiegener Unfall = STOPP.
    • Frontscheibe auf Steinschläge, im Sichtfeld wird's HU-relevant. 100-400.

    Wasser im Innenraum - beim 159 Pflichtprogramm

    Der Punkt entscheidet mit, weil im Beifahrerfußraum Steuergeräte sitzen. Wasser plus Elektronik sind beim Auto ein Fass ohne Boden.

    • Teppiche vorne anheben, vor allem auf der Beifahrerseite. Mit der Hand drunter fühlen. Trocken = gut. Feucht = Ursache suchen (meist verstopfter Wasserkasten unter der Frontscheibe, 50-150 plus Trocknung). Richtig nass oder modriger Geruch = STOPP.
    • Kofferraum: Reserveradmulde aufmachen. Stehendes Wasser oder Rost in der Mulde = STOPP. Feuchte Ecken = Dichtungen Rückleuchten/Heckklappe, 50-150.
    • Bei Schiebedach: Dachhimmel und A-Säulen auf Wasserränder. Abläufe verstopft = 50-100. Aufgequollener Himmel = da stand länger Wasser drin.
    • Scheiben von innen beschlagen beim Reinkommen? Schlechtes Zeichen, Ursache klären.

    Fahrwerk und Bremsen

    Der 159 ist schwer, die Vorderachse leidet. Das ist DIE Verschleißbaustelle.

    • Langsam über Kopfsteinpflaster oder Bordsteinkanten rollen. Poltern/Klacken vorne = Führungsgelenke/Querlenker, komplett 400-800. Kommt bei fast jedem, also einpreisen.
    • Federn: Mit Taschenlampe durch die Felge auf die unterste Windung schauen, vorne an beiden Seiten. Bruchstellen glänzen meist rostig-blank. Gebrochene Feder = 250-450 pro Achse, immer paarweise. Steht das Auto schief oder klonkt es metallisch beim Einfedern - genau da suchen.
    • Im Stand voll einlenken, in beide Richtungen. Knacken = Domlager oder Antriebswellen.
    • Lenkung: Spiel am Lenkrad? Spurstangen/Koppelstangen 100-300. Lenkgetriebe selbst defekt = 1.000+, dann STOPP.
    • Hinterachsbuchsen auf Risse (Hebebühne).
    • Radlager: bei Autobahntempo Brummen, das sich in Kurven ändert. 150-300 pro Lager.
    • Reifen: einseitig abgefahren = Achsgeometrie oder ausgeschlagene Gelenke. Extrem einseitig = vor Kauf klären lassen oder STOPP. Neue Reifen fällig = 400-600 einrechnen.
    • Bremsen: Scheiben mit Rostrand/Riefen, das Auto verschleißt Bremsen zügig. Rundum neu = 400-600.
    • Handbremse am Berg testen, Seilzüge gammeln gern fest, 150-300.

    Elektrik und Innenraum

    • Zündung an, NICHT starten: alle Warnleuchten müssen angehen und nach dem Start wieder ausgehen. Airbag- oder ABS-Leuchte bleibt an = HU-Problem. Kommt eine Leuchte gar nicht erst = wahrscheinlich stillgelegt, STOPP.
    • Airbagleuchte an ist beim 159 oft nur der Sitzsensor Beifahrersitz oder ein Stecker unterm Sitz, 100-300. Aber ohne Diagnose nicht auf gut Glück kaufen.
    • Alle vier Fensterheber mehrfach rauf und runter. Einer träge = 100-250. Mehrere tot plus andere wirre Fehler = Richtung Body-Computer oder Wasserschaden, dann STOPP.
    • Kombiinstrument: Pixelfehler = Schönheitsfehler, kann man mit leben. Sporadische Komplettausfälle = Finger weg.
    • Klima: muss richtig kalt kommen. Nur Service/Befüllung = 100-150. Kompressor hin = 800+, STOPP oder massiver Nachlass.
    • Xenon falls verbaut: beide Seiten testen. Brenner 150-300, Steuergeräte teuer.
    • Parksensoren (einzelner Sensor 50-120), Zentralverriegelung alle Türen, Licht rundum, Sitzheizung.
    • Blue&Me spinnt oft, damit kann man leben.
    • Wichtig zu wissen: eine müde Batterie produziert beim 159 wilde Fehlermeldungen quer durchs Auto. Bevor man wegen zehn Fehlern panisch wird, erst Batteriezustand prüfen (100-150 für eine neue).

    Motor allgemein - egal welcher

    • Kaltstart selbst machen und 30 Sekunden nur zuhören. Rasseln, hartes Klackern, starkes Nageln, blauer oder weißer Qualm = STOPP.
    • Öldeckel auf: sauberer honigbrauner Film = gut. Verschlammt = Wartung war mau, einpreisen. Heller Schleim ("Mayonnaise") = Kopfdichtung, STOPP.
    • Kühlwasser: sauber und auf Stand. Ölschlieren oder brauner Schlamm drin = STOPP.
    • Fehlerspeicher mit dem OBD-Adapter auslesen, vor UND nach der Probefahrt. Ein, zwei erklärbare Kleinigkeiten sind bei dem Alter normal. Komplett frisch gelöscht und der Verkäufer mauert = verdächtig.
    • Kupplung: rupft, zittert, Druckpunkt ganz oben, Rasseln im Leerlauf das beim Kuppeln weggeht = Zweimassenschwungrad plus Kupplung, 1.000-1.400. ein Abbruchgrund, außer der Preis geht entsprechend runter.
    • Getriebe: alle Gänge, auch kalt. Der 2. hakelt kalt gern etwas, bekannt. Kratzen in mehreren Gängen = lassen.
    • Nach der Probefahrt Motorraum und Stellplatz auf frische Öl-/Wasserflecken absuchen. Schwitzen an Dichtungen = normal bei dem Alter. Tropfen = klären.

    Je nach Motor

    1.9 / 2.2 JTS (Benziner)

    Das große Thema ist die Steuerkette. Wechsel kostet 1.500-2.000, weil bescheiden verbaut.

    • Rechnung über Kettenwechsel da = beste Ausgangslage.
    • Keine Rechnung, aber Kaltstart absolut ruhig = Risiko, das man eigentlich mit 1.500 einpreisen müsste.
    • Rasseln beim Kaltstart = STOPP. Keine Diskussion, keine "das macht der immer"-Geschichten. Dazu: unrunder Leerlauf/zähe Gasannahme = verkokte Einlassventile (Direkteinspritzer), Reinigung 300-600. Ölverbrauch erfragen, bis ~1 Liter auf 1.000 km beobachten, deutlich mehr plus blauer Rauch = lassen. Nockenwellenversteller-Fehler im Speicher = 300-700.

    3.2 V6 JTS

    Gleiches Kettenproblem, Wechsel noch teurer (2.500+, Motor muss teils raus). Ohne Kettennachweis = STOPP.

    1750 TBi (ab 2009)

    Zahnriemen alle 5 Jahre / 120.000 km - überfällig ohne Nachweis = Motorschadenrisiko, STOPP oder sofort machen lassen (500-700).

    1.9 / 2.4 JTDM (Diesel)

    Mechanisch die robustere Wahl, aber eigene Baustellen:

    • Zahnriemen plus Wasserpumpe: Nachweis? Fällig = 500-700. Weit drüber bei hoher Laufleistung = STOPP.
    • Drallklappen im Ansaugkrümmer: Ruckeln, Leistungsloch = verkokt, Reinigung 300-500. Nachweis über Reinigung oder Stilllegung ist viel wert. Deutlicher Leistungsverlust plus voller Fehlerspeicher = STOPP, wenn Klappenteile abbrechen, wandern die in den Motor.
    • AGR verkokt: unruhiger Lauf, Notlauf, 200-400.
    • Turbo: Pfeifen/Heulen, blauer Rauch unter Last = Lader 1.000-1.500, STOPP. Leichtes Ölschwitzen am Lader = beobachten.
    • DPF: War das ein Kurzstreckenauto? Dann Ärger wahrscheinlich. Regeneration/Service 100-200, DPF komplett hin 800-1.500 = STOPP.
    • Zweimassenschwungrad rasselt bei den Dieseln gern, siehe oben, mit Kupplung 1.000-1.400.
    • Injektoren: hartes Nageln kalt = pro Stück 200-400.
    • Ölstand: ÜBER Maximum = Ölverdünnung durch DPF-Regenerationen, Warnsignal für Kurzstrecke.
    • Beim 2.4: der Fünfzylinder ist schwer, Vorderachse und Federn doppelt gründlich anschauen.

    Probefahrt (mindestens 20-30 Minuten, mit Autobahnanteil)

    1. Kaltstart selbst, zuhören
    2. Langsam über schlechte Straße - Poltern?
    3. Volleinschlag links/rechts im Stand - Knacken?
    4. Durchbeschleunigen 80 auf 120 - zieht er sauber, was kommt hinten raus?
    5. 100-130 halten - Brummen, Vibrationen?
    6. Kräftig bremsen - zieht er einseitig, rubbelt was?
    7. Alle Gänge, mehrfach in den 2.
    8. Danach: Motorraum, Boden, Fehlerspeicher nochmal

    Entscheidung

    • Alles OK, Historie sauber, Kette/Riemen belegt: kaufen, dafür darf er auch was kosten.
    • REP-Summe bis ~800: kaufen, Summe runterhandeln.
    • REP-Summe 800-1.500: nur bei richtig gutem Grundzustand und deutlichem Nachlass.
    • REP-Summe über 1.500: aussteigen.
    • Ein STOPP-Punkt: aussteigen. Auch wenn er rot ist und schön dasteht.

    Als Reserve fürs erste Jahr 1.500 beiseitelegen (Fahrwerk kommt sicher irgendwann). Bei ernsthaftem Interesse lieber noch 100-200 für einen Check auf der Hebebühne (ADAC, Dekra, freie Werkstatt) ausgeben.

    Meine allgemeine Kaufcheckliste für den Alfa 159

    Bewertung pro Punkt:

    • OK = kann man mit leben
    • REP = muss gemacht werden, Kosten notieren und vom Preis runterhandeln
    • STOPP = Kauf abbrechen, nächstes Auto

    Grundregel: Alle REP-Posten zusammenzählen. Über 1.500 Euro insgesamt oder ein einziges STOPP -> weiterfahren und das nächste Angebot anschauen. Nicht diskutieren, nicht verlieben.


    Mitnehmen: Taschenlampe, OBD-Bluetooth-Adapter (10 Euro), Lappen, Magnet, Checkliste, jemand Zweites zum neutralen Draufschauen.


    Vorab am Telefon

    • Scheckheft oder Rechnungsordner vorhanden? Lückenlos = gut. Gar nichts = beim JTS-Benziner gleich lassen, bei den anderen dickes Warnsignal.
    • Steuerkette (JTS) bzw. Zahnriemen (Diesel/TBi) gewechselt? Mit Rechnung?
    • Ausdrücklich aussprechen: Motor bitte kalt lassen. Wenn der Wagen bei der Ankunft warm ist, dann war das beabsichtigt. Dann entweder einen anderen Termin vereinbaren oder besser gleich STOPP.
    • Wie viele Vorbesitzer, letzte HU-Berichte da?

    Karosserie und Rost

    • Radläufe hinten, Türunterkanten, Bereich Heckklappe. Flugrost = OK. Blasen/Ansatzrost = REP, 300-600 fürs Machen lassen. Durchrostung = STOPP.
    • Unterboden und Achsträger anschauen, am besten auf der Hebebühne. Oberflächenrost normal. Tragende Teile angegriffen = STOPP, das wird ein HU-Thema.
    • Auspuff: angerostet, aber dicht = OK. Endtopf durch = 200-350. Ganze Anlage marode = 600+, dann lohnt es kaum noch.
    • Spaltmaße vergleichen, mit dem Magneten über verdächtige Stellen (Spachtel) streichen. Verzogene Spaltmaße oder verschwiegener Unfall = STOPP.
    • Frontscheibe auf Steinschläge, im Sichtfeld wird's HU-relevant. 100-400.

    Wasser im Innenraum - beim 159 Pflichtprogramm

    Der Punkt entscheidet mit, weil im Beifahrerfußraum Steuergeräte sitzen. Wasser plus Elektronik sind beim Auto ein Fass ohne Boden.

    • Teppiche vorne anheben, vor allem auf der Beifahrerseite. Mit der Hand drunter fühlen. Trocken = gut. Feucht = Ursache suchen (meist verstopfter Wasserkasten unter der Frontscheibe, 50-150 plus Trocknung). Richtig nass oder modriger Geruch = STOPP.
    • Kofferraum: Reserveradmulde aufmachen. Stehendes Wasser oder Rost in der Mulde = STOPP. Feuchte Ecken = Dichtungen Rückleuchten/Heckklappe, 50-150.
    • Bei Schiebedach: Dachhimmel und A-Säulen auf Wasserränder. Abläufe verstopft = 50-100. Aufgequollener Himmel = da stand länger Wasser drin.
    • Scheiben von innen beschlagen beim Reinkommen? Schlechtes Zeichen, Ursache klären.

    Fahrwerk und Bremsen

    Der 159 ist schwer, die Vorderachse leidet. Das ist DIE Verschleißbaustelle.

    • Langsam über Kopfsteinpflaster oder Bordsteinkanten rollen. Poltern/Klacken vorne = Führungsgelenke/Querlenker, komplett 400-800. Kommt bei fast jedem, also einpreisen.
    • Federn: Mit Taschenlampe durch die Felge auf die unterste Windung schauen, vorne an beiden Seiten. Bruchstellen glänzen meist rostig-blank. Gebrochene Feder = 250-450 pro Achse, immer paarweise. Steht das Auto schief oder klonkt es metallisch beim Einfedern - genau da suchen.
    • Im Stand voll einlenken, in beide Richtungen. Knacken = Domlager oder Antriebswellen.
    • Lenkung: Spiel am Lenkrad? Spurstangen/Koppelstangen 100-300. Lenkgetriebe selbst defekt = 1.000+, dann STOPP.
    • Hinterachsbuchsen auf Risse (Hebebühne).
    • Radlager: bei Autobahntempo Brummen, das sich in Kurven ändert. 150-300 pro Lager.
    • Reifen: einseitig abgefahren = Achsgeometrie oder ausgeschlagene Gelenke. Extrem einseitig = vor Kauf klären lassen oder STOPP. Neue Reifen fällig = 400-600 einrechnen.
    • Bremsen: Scheiben mit Rostrand/Riefen, das Auto verschleißt Bremsen zügig. Rundum neu = 400-600.
    • Handbremse am Berg testen, Seilzüge gammeln gern fest, 150-300.

    Elektrik und Innenraum

    • Zündung an, NICHT starten: alle Warnleuchten müssen angehen und nach dem Start wieder ausgehen. Airbag- oder ABS-Leuchte bleibt an = HU-Problem. Kommt eine Leuchte gar nicht erst = wahrscheinlich stillgelegt, STOPP.
    • Airbagleuchte an ist beim 159 oft nur der Sitzsensor Beifahrersitz oder ein Stecker unterm Sitz, 100-300. Aber ohne Diagnose nicht auf gut Glück kaufen.
    • Alle vier Fensterheber mehrfach rauf und runter. Einer träge = 100-250. Mehrere tot plus andere wirre Fehler = Richtung Body-Computer oder Wasserschaden, dann STOPP.
    • Kombiinstrument: Pixelfehler = Schönheitsfehler, kann man mit leben. Sporadische Komplettausfälle = Finger weg.
    • Klima: muss richtig kalt kommen. Nur Service/Befüllung = 100-150. Kompressor hin = 800+, STOPP oder massiver Nachlass.
    • Xenon falls verbaut: beide Seiten testen. Brenner 150-300, Steuergeräte teuer.
    • Parksensoren (einzelner Sensor 50-120), Zentralverriegelung alle Türen, Licht rundum, Sitzheizung.
    • Blue&Me spinnt oft, damit kann man leben.
    • Wichtig zu wissen: eine müde Batterie produziert beim 159 wilde Fehlermeldungen quer durchs Auto. Bevor man wegen zehn Fehlern panisch wird, erst Batteriezustand prüfen (100-150 für eine neue).

    Motor allgemein - egal welcher

    • Kaltstart selbst machen und 30 Sekunden nur zuhören. Rasseln, hartes Klackern, starkes Nageln, blauer oder weißer Qualm = STOPP.
    • Öldeckel auf: sauberer honigbrauner Film = gut. Verschlammt = Wartung war mau, einpreisen. Heller Schleim ("Mayonnaise") = Kopfdichtung, STOPP.
    • Kühlwasser: sauber und auf Stand. Ölschlieren oder brauner Schlamm drin = STOPP.
    • Fehlerspeicher mit dem OBD-Adapter auslesen, vor UND nach der Probefahrt. Ein, zwei erklärbare Kleinigkeiten sind bei dem Alter normal. Komplett frisch gelöscht und der Verkäufer mauert = verdächtig.
    • Kupplung: rupft, zittert, Druckpunkt ganz oben, Rasseln im Leerlauf das beim Kuppeln weggeht = Zweimassenschwungrad plus Kupplung, 1.000-1.400. ein Abbruchgrund, außer der Preis geht entsprechend runter.
    • Getriebe: alle Gänge, auch kalt. Der 2. hakelt kalt gern etwas, bekannt. Kratzen in mehreren Gängen = lassen.
    • Nach der Probefahrt Motorraum und Stellplatz auf frische Öl-/Wasserflecken absuchen. Schwitzen an Dichtungen = normal bei dem Alter. Tropfen = klären.

    Je nach Motor

    1.9 / 2.2 JTS (Benziner)

    Das große Thema ist die Steuerkette. Wechsel kostet 1.500-2.000, weil bescheiden verbaut.

    • Rechnung über Kettenwechsel da = beste Ausgangslage.
    • Keine Rechnung, aber Kaltstart absolut ruhig = Risiko, das man eigentlich mit 1.500 einpreisen müsste.
    • Rasseln beim Kaltstart = STOPP. Keine Diskussion, keine "das macht der immer"-Geschichten. Dazu: unrunder Leerlauf/zähe Gasannahme = verkokte Einlassventile (Direkteinspritzer), Reinigung 300-600. Ölverbrauch erfragen, bis ~1 Liter auf 1.000 km beobachten, deutlich mehr plus blauer Rauch = lassen. Nockenwellenversteller-Fehler im Speicher = 300-700.

    3.2 V6 JTS

    Gleiches Kettenproblem, Wechsel noch teurer (2.500+, Motor muss teils raus). Ohne Kettennachweis = STOPP.

    1750 TBi (ab 2009)

    Zahnriemen alle 5 Jahre / 120.000 km - überfällig ohne Nachweis = Motorschadenrisiko, STOPP oder sofort machen lassen (500-700).

    1.9 / 2.4 JTDM (Diesel)

    Mechanisch die robustere Wahl, aber eigene Baustellen:

    • Zahnriemen plus Wasserpumpe: Nachweis? Fällig = 500-700. Weit drüber bei hoher Laufleistung = STOPP.
    • Drallklappen im Ansaugkrümmer: Ruckeln, Leistungsloch = verkokt, Reinigung 300-500. Nachweis über Reinigung oder Stilllegung ist viel wert. Deutlicher Leistungsverlust plus voller Fehlerspeicher = STOPP, wenn Klappenteile abbrechen, wandern die in den Motor.
    • AGR verkokt: unruhiger Lauf, Notlauf, 200-400.
    • Turbo: Pfeifen/Heulen, blauer Rauch unter Last = Lader 1.000-1.500, STOPP. Leichtes Ölschwitzen am Lader = beobachten.
    • DPF: War das ein Kurzstreckenauto? Dann Ärger wahrscheinlich. Regeneration/Service 100-200, DPF komplett hin 800-1.500 = STOPP.
    • Zweimassenschwungrad rasselt bei den Dieseln gern, siehe oben, mit Kupplung 1.000-1.400.
    • Injektoren: hartes Nageln kalt = pro Stück 200-400.
    • Ölstand: ÜBER Maximum = Ölverdünnung durch DPF-Regenerationen, Warnsignal für Kurzstrecke.
    • Beim 2.4: der Fünfzylinder ist schwer, Vorderachse und Federn doppelt gründlich anschauen.

    Probefahrt (mindestens 20-30 Minuten, mit Autobahnanteil)

    1. Kaltstart selbst, zuhören
    2. Langsam über schlechte Straße - Poltern?
    3. Volleinschlag links/rechts im Stand - Knacken?
    4. Durchbeschleunigen 80 auf 120 - zieht er sauber, was kommt hinten raus?
    5. 100-130 halten - Brummen, Vibrationen?
    6. Kräftig bremsen - zieht er einseitig, rubbelt was?
    7. Alle Gänge, mehrfach in den 2.
    8. Danach: Motorraum, Boden, Fehlerspeicher nochmal

    Entscheidung

    • Alles OK, Historie sauber, Kette/Riemen belegt: kaufen, dafür darf er auch was kosten.
    • REP-Summe bis ~800: kaufen, Summe runterhandeln.
    • REP-Summe 800-1.500: nur bei richtig gutem Grundzustand und deutlichem Nachlass.
    • REP-Summe über 1.500: aussteigen.
    • Ein STOPP-Punkt: aussteigen. Auch wenn er rot ist und schön dasteht.

    Als Reserve fürs erste Jahr 1.500 beiseitelegen (Fahrwerk kommt sicher irgendwann). Bei ernsthaftem Interesse lieber noch 100-200 für einen Check auf der Hebebühne (ADAC, Dekra, freie Werkstatt) ausgeben.

    Meine Kosten bezogen sich auf die "Abnahme" / Gutachten der SSP II an einem 916 Spider

    Und genau DAS ist doch hier Thema, oder ?

    Ja, das ist dein Thema. Der TE schreibt von Spurplatten und von den Wählscheiben der GTA-Modelle als Alternative zu den 916er-Wählscheiben. Denkt somit nicht wirklich über die SSP 2 nach und ist wohl mit ET35 auch nicht ganz zufrieden. Die Frage an den Prüfer bezog sich nicht nur auf die Eintragung der Felgen sondern um die Kombi mit Spurplatten. Und da lag ich bei meinen zuletzt sogar bei mehr als 300€ weil halt mit den Classico auf dem 156er Spurplatten zwangsläufig notwendig sind.

    Es genügt, wenn die Teilenummer der Felge nicht deinem Modell zugeordnet ist, damit du am Ende der Gelackmeierte bist. Das ist vollkommen unabhängig von den Dimensionen der Felge. Das heißt, wenn die Felge für einen 156er war und nicht beim 916er hinterlegt ist, die Maße aber identisch mit denen der Felge für den 916er sind, solltest du die Felge in deinen Papieren ergänzen lassen, sonst fährst du, um es böse zu formulieren, ohne Versicherungsschutz spazieren.

    Falls einer mal die Ansaugbrücke in die Finger bekommt. Mich würde interessieren wie die von innen aufgebaut ist. Hab bisher nur Bilder von außen gefunden.

    ist nur halb richtig. „Original Alfa” schützt nicht vor der Eintragungspflicht die SSP II stammen vom 156/147/GTA und sind in den Papieren des 916 nicht aufgeführt, also braucht es trotzdem eine Änderungsabnahme. Der erste TÜV-Prüfer hat also nicht zwingend „einen vom Pferd erzählt”: Wenn kein passendes Gutachten für die Kombination Felge + Spurplatte auf dem 916 existiert, läuft es auf eine Einzelabnahme nach §21 hinaus, und da sind 300 € durchaus realistisch. Die 185,90 € galten für Felgen allein mit vorhandenen Unterlagen das ist der günstigere Fall, nicht der Hinweis, dass der andere Prüfer gelogen oder keine Ahnung hat.

    Das schöne an mehrteiligen oz Felgen ist, dass die Einzelteile standardisiert sind. Heißt wenn was defekt ist bekommst Ersatz. Ausgenommen der Stern, aber wer den schrottet hat weitaus größere Probleme als den Felgenstern.

    Naja, ich nutze weder eine UKW- noch eine DAB-Antenne. Über das 5G-Netz habe ich mehr als 100.000 Sender griffbereit und, noch viel besser, meine persönlichen Playlists ohne Werbeunterbrechung.


    Kein Bohren oder Kleben notwendig – einfach ein bluetoothfähiges Radio einbauen. Und davon gibt es einige, die optisch auch zum Rundheck passen.

    Mein persönlicher Favorit wäre die OZ Futura (8x17 ET31), die auf Kleinanzeigen aktuell angeboten werden. Mehrteilige Felge, extrem selten und optisch top. Dazu noch mit einem Gutachten für den 916er also easy einzutragen.


    Gerade bei #Kleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?

    https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/oz-futura-5x98-8x17-hoermann-lancia-delta-integrale-alfa-156-916/3305743216-223-8083?utm_source=copyToPasteboard&utm_campaign=socialbuttons&utm_medium=social&utm_content=app_ios

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    Aus dem Bauch heraus schätze ich, dass da noch mindestens 10.000–15.000€ rein müssen, bis der Wagen wirklich fit ist – natürlich abhängig vom persönlichen Anspruch. Für mich wäre er daher erst ab etwa 12.000€ interessant. Für den aktuell aufgerufenen Preis um die 20k bekommt man schlicht interessanteres.

    Ja, Werner Brohl hat früher tatsächlich mehrere 75er umgebaut, und die Werkstatt ist in der Szene für ihre Arbeiten an den alten Modellen bekannt. Ich selbst bin dort mit meinem 156 GTA Kunde und kann die Kompetenz grundsätzlich bestätigen.


    Ob der Motor jedoch dort oder anderswo umgebaut wurde, ist auf Basis des Inserats reine Spekulation da steht schlicht zu wenig drin. Bei der angegebenen Leistung stellt sich mir außerdem die Frage, ob der Originalmotor überhaupt noch verbaut ist.


    Insgesamt spricht mich das Fahrzeug so nicht sonderlich an. Es gibt zu viele Punkte, die ich ändern müsste, um damit zufrieden zu sein. Ich habe meinen letzten 75 zwar 2019 verkauft, aber bei diesem sehe ich aktuell schlicht nicht den Gegenwert für den aufgerufenen Preis.