Was mir spontan dazu einfällt:
Viele Diskussionen
um Elektromobilität sind letztlich Scheindiskussionen, weil es es im
Grunde genommen um etwas anderes geht - Moderne Autos, ob mit
Verbrennungs- oder Elektromotor.
Was wir auf der
einen Seite im Automotive-Bereich erleben ist nichts anderes als
brachiales Overengineering. Asistenten (sic!), die nerven und
terrorisieren, alberne Abonnements, mehr Gepiepse als bei einer
Vogelschau und Überwachungstechnik von oben bis unten. Auf der
anderen Seite aber auch die Verhässlichung des Automobildesigns, ob
Exterieur oder Interieur. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber man
fragt sich zuweilen schon, ob die Menschen, die diese „Vehikel“
entwerfen, überhaupt noch irgendeine Art Leidenschaft zum Automobil
pflegen. Das Smartphone auf Rädern ist eine Fehlentwicklung und die
Verantwortung dafür tragen sowohl die Autohersteller wie auch die
Politik.
„Klassische“
Autos, nur eben mit Elektromotor, würden selbst bei Petrolheads auf
viel mehr Akzeptanz stoßen.
Die Elektromobilität
ist an sich ist für viele Fahrer und Lebenslagen keine schlechte
Sache. Etwa für diejenigen, die „nur von A nach B kommen“
wollen, aber auch für solche, die täglich auf langatmigen Fahrten
zur Arbeit pendeln, häufig im Stau stehen oder eben für das
Stadtauto. Da kann man den Busso oder den V8 ja auch überhaupt nicht
genießen. Für das schöne Fahren und das Ausleben echter
Leidenschaft bietet der Elektromotor aber keine ausreichende
Alternative zum Verbrenner.
Beides muss deshalb
in Zukunft zu vernünftigen Kosten möglich sein und allgemein ist
bei finanziellen Argumenten aus der derzeitigen Lage heraus für das
ein oder andere Vorsicht geboten. Bezüglich der Wartungskosten
zeigen neue Daten, dass die Ersparnisse bei Elektroautos bei weitem
nicht so hoch sind, wie einst angenommen, sondern dass es bestenfalls
leichte Vorteile auf E-Seite gibt. Maßnahmen wie die CO2-Bepreisung
sind abzulehnen, auch von Befürwortern der Elektromobilität, aus
einem einfachen Grund. Der Staat bezieht bereits jetzt enorme
Einnahmen aus Steuern auf Kraftstoff (Quellen geben Zahlen zwischen
30 und 35 Milliarden Euro p.a. an) und mit der Erhöhung der Abgaben
wird aus dieser Quelle noch sehr viel mehr Geld sprudeln, an das sich
die Verantwortlichen für den öffentlichen Haushalt gewöhnen
werden. Wechseln dann hinreichend viele Menschen zum elektrischen
Fahren, wird der Fiskus nicht einfach auf dieses Geld verzichten (man
stelle sich einmal diese Naivität vor), sondern einfach die
E-Mobilität mit sehr viel höheren Abgaben belasten, um Ausgleich zu
schaffen.